Mahnmal für den Frieden

Sulzbacher Kriegerdenkmal vor 100 Jahren übergeben

Main-Echo, 19. Juni 2007

Eine Statue von St. Georg und drei Löwenskulpturen prägen das Sulzbacher Kriegerdenkmal, das an den Deutsch-Französischen Krieg erinnert. Jetzt wurde es 100 Jahre alt. Foto: Helmut Gesierich
Eine Statue von St. Georg und drei Löwenskulpturen prägen das Sulzbacher Kriegerdenkmal, das an den Deutsch-Französischen Krieg erinnert. Jetzt wurde es 100 Jahre alt.
Foto: Helmut Gesierich

Sulzbach. Es hat in seiner langen Geschichte schon mehrfach den Standort in der Gemeinde gewechselt: das Sulzbacher Kriegerdenkmal. Seinen 100. Geburtstag erlebte es in der kleinen Anlage beim Rathaus. Dort beging der Heimat- und Geschichtsverein Sulzbach-Soden-Dornau e.V. (HGV) am Sonntag das Jubiläum des Denkmals mit einer Feierstunde.

Die Feierstunde, fast auf den Tag genau 100 Jahre nach Einweihung des Denkmals am 16. Juni 1907, wurde musikalisch umrahmt von einem Bläserensemble des Musikvereins Sulzbach unter Leitung von Markus Rehse. Der Feierstunde vorausgegangen war ein Gedenkgottesdienst mit Pfarrer Norbert Geiger in der Pfarrkirche St. Margareta für die Toten und Vermissten der Weltkriege.

Anlass, an Frieden zu denken
Bürgermeister Peter Maurer sagte, dieses Denkmal erinnere vor allem an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 sowie an nachfolgende Auseinandersetzungen. »Man muss den heutigen Tag jedoch auch zum Anlass nehmen, an den Frieden zu denken. Immerhin hatten wir in unserem Land seit mehr als 60 Jahren schon keinen Krieg mehr, was uns Botschaft und Mahnung ist und wofür wir uns weiterhin einsetzen sollten.«

Bernhard Dölger, Zweiter Vorsitzender des HGV, erinnerte an jene Zeit, als das Denkmal errichtet wurde. Zwischen dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und dem Denkmalsbau 1907 auf Initiative des Krieger- und Veteranenvereins waren etwa 35 Jahre vergangen – eine damals lange Friedenszeit. Der noch junge Privatdozent Dr. Franz-Josef Dölger (später Professor für Antike und Christentum) erteilte dem Denkmal vor 100 Jahren den kirchlichen Segen und hielt auch die Festrede, die im Original noch existiert.

Ganz im Stile der Zeit ging Dölger 1907 auf die herrschenden Verhältnisse und die Strömungen des Zeitgeistes ein. Er verwies, stets durchsetzt von der Liebe zum Vaterland, auf die lange Zeit des Friedens und auf die Fortschritte. Er forderte die Zuhörer auf, die Werteordnung zu erhalten: »Das Denkmal soll lange stehen, aber ein zweites wollen wir nicht!«

Die Geschichte einer Fahne
Der Vorsitzende der K.K. Schützengesellschaft Sulzbach 1926 e.V., Manfred Kuhn, berichtete über die Fahne des Krieger- und Veteranenvereins Sulzbach. Die Fahne war den Schützen von der Familie des verstorbenen ehemaligen Bürgermeisters Josef Schüßler anvertraut worden. Ein Grund dafür war, dass der Schützenverein bis zu seiner Gründung 1927 ein Unterverein des 1885 gegründeten Krieger- und Veteranenvereins war. Es wird berichtet, dass Josef Schüßler diese Fahne über die Zeit des Zweiten Weltkrieges gewissenhaft hütete und unter persönlichem Risiko bei Gedenkgottesdiensten für getötete Soldaten zwischen 1939 und 1945 in der Sulzbacher Pfarrkirche präsentierte. Die Fahne, gefertigt 1911 zum Stiftungsfest »25 Jahre Krieger- und Veteranenverein«, wurde den Gästen am Sonntag als historisches Zeugnis präsentiert.

Nach der Feierstunde am Vormittag vermittelte der HGV bei einer Ausstellung Einblicke in früheres Sulzbacher Leben durch Geräte aus Handwerk, Haushalt und täglichem Bedarf. Außerdem zeigte er die Ausstellung »Sulzbach – ein Jahrhundert in Bildern«.

helge

Paulchen Panther trifft Tyrannosaurus

Bayerische Blasmusik, Juni 2007

Musikverein Sulzbach: Mit Paulchen Panther und prähistorischen Dinosauriern, Kelten und Kastagnetten begeisterte die Bläserjugend des Musikvereins Sulzbach seine Zuhörer.

Eröffnet wurde das Konzert von einem Blechbläserensemble des Jugendblasorchesters. Danach präsentierten die Kinder der musikalischen Grundausbildung unter Leitung von Sonja Richter den »Pink-Panther-Tanz« im rosaroten Outfit.

Das »Bläserklassenkonzept« ist integraler Bestandteil der Jugendausbildung im Musikverein Sulzbach. Wie gut dieses Konzept funktioniert, bewiesen die Bläserklassen unter ihren Dirigenten Winfried Rehse und Andreas Fath. Höhepunkt: die »Prähistorische Suite«. Auch das Vororchester zeigte sich bewundernswert gut.

Seit sechs Jahren besteht das Sulzbacher Jugendblasorchester, das in der Mittelstufe erfolgreich ist. Beendet wurde das Jugendkonzert mit einem Gemeinschaftsauftritt von Bläserklassen, Vororchester und Jugendblasorchester.

hs

Bläserklasse Sulzbach und Sodenthaler Musikanten beim Deutschen Musikfest in Würzburg

Main-Echo, 25. Mai 2007

p2007052502Sulzbach. Mit der Sulzbacher Bläserklasse und den Sodenthaler Musikanten war die Marktgemeinde Sulzbach in der vergangenen Woche beim Deutschen Musikfest in Würzburg vertreten. »Zeigen, was jungen Musik ausmacht« war das Motto des Bläserklassencamps in Unterpleichfeld. Im Rahmen des »Zukunft-Musiker«-Jugendcamps organisierte die Nordbayerische Bläserjugend ein Treffen von zwölf Bläserklassen mit etwas 250 jungen Musikern, die ihr Instrument alle im Rahmen der Bläserklassenausbildung erlernt haben. Die Bläserklasse des Musikvereins Sulzbach (Foto links) war mit 19 Kindern vertreten.

p2007052501 Das Camp begann am Freitag mit einem Kennenlernabend. Am Samstagvormittag stand der Bläserklassenwettbewerb auf dem Programm. Peter Vierneisel, Chefdirigent des Polizeiorchesters Brandenburg, und Alexandra Bermel, stellvertretende Bundesvorsitzende der Deutschen Bläserjugend, bewerteten die Klassen nach Zusammenspiel, Intonation, Technik und Bühnenpräsenz. Die Sulzbacher erspielten sich unter der Leitung von Andreas Fath die zweitbeste Wertung. Ein weiterer Höhepunkt des Camps war das Abschlusskonzert am Sonntagmorgen auf der Bühne auf dem Oberen Markt in der Würzburger Innenstadt. Dort musizierten die Teilnehmer des Bläserklassencamps gemeinsam und bildeten so die wohl bisher größte Bläserklasse Deutschlands. Bei den »Großen« leisteten die Sodenthaler Musikanten (Foto rechts) als Vertreter der Marktgemeinde Sulzbach am Samstag ihren musikalischen Beitrag beim Musikfest.

red / Fotos: privat

Ortsübergreifend auf der Bühne

Hoffnungsvoller Bläsernachwuchs im Grund – Abschied von Claudia Roth

Main-Echo, 15. Mai 2007

Höhepunkt des Konzerts in der Leidersbacher Mehrzweckhalle war das Gemeinschaftsprojekt der Jugendkapellen aus dem Grund und aus Sulzbach: das neu formierte Ground-Orchester. Foto: Alfons Opolka Anm. des Webmasters: Dieses Bild zeigt das Ground-Orchester und nicht das Gemeinschaftsorchester der Jugendkapellen aus dem Grund und unserer Bläserklasse. An dem Ground-Orchester ist der Musikverein Sulzbach nicht beteiligt.
Höhepunkt des Konzerts in der Leidersbacher Mehrzweckhalle war das Gemeinschaftsprojekt der Jugendkapellen aus dem Grund und aus Sulzbach: das neu formierte Ground-Orchester.
Foto: Alfons Opolka
Anm. des Webmasters: Dieses Bild zeigt das Ground-Orchester und nicht das Gemeinschaftsorchester der Jugendkapellen aus dem Grund und unserer Bläserklasse. An dem Ground-Orchester ist der Musikverein Sulzbach nicht beteiligt.

Leidersbach. Einen abwechslungsreichen und musikalisch hochklassischen Abend mit Blasmusik im Grund erlebten die Besucher in der Leidersbacher Mehrzweckhalle. Höhepunkt war das Gemeinschaftsprojekt der Jugendkapellen aus dem Grund und aus Sulzbach: das neu formierte Ground-Orchester.

(Anm. des Webmasters: Am erfolgreichen Verlauf dieses Abends waren so viele Orchester beteiligt, dass es fast schon zwangsläufig und somit verständlicherweise zu Verwechslungen kommen musste smiley2. Korrekt ist: An diesem Abend trat unsere Bläserklasse zusammen mit der Jugendkapelle Grund auf. Unsere Jugendkapelle bzw. unser Jugendblasorchester hingegen waren nicht wie nachfolgend erwähnt an dem Konzert beteiligt. Auch an dem neu formierten Ground-Orchester ist der Musikverein Sulzbach nicht beteiligt.)

Im konzertanten Teil des Abends zeigte die Kolpingkapelle Leidersbach ihr Können, den Unterhaltungsteil gestaltete die Musikkapelle Lyra Ebersbach. Norbert Langeheine und Claus Knopp führten fachkundig durchs Programm.

Beeindruckend war der gemeinsame Auftritt der Jugendkapelle Sulzbach zusammen mit der Jugendkapelle Grund mit Nachwuchsmusikern aus Leidersbach, Ebersbach, Roßbach, Volkersbrunn und Hausen. Unter Leitung von Andreas Fath begrüßte der Nachwuchs die Konzertbesucher mit dem Stück March Along von Jakob de Haan. Mit The Flintstones setzten die Musiker die lustigen Geschichten von Fred Feuerstein und seinem Freund Barney Geröllheimer musikalisch um. Norbert Langeheine dirigierte die Prähistorische Suite von Paul Jennings. Die vier Teile des Stücks wurden mit eingeblendeten Sauriern illustriert: Auf den stolzen Gladiator Stegosaurus folgte der sanfte Gigant Brontosaurus. Anschließend erschien der prachtvolle Pterodactylus am Himmel. Den Abschluss bildete der dramatische Kampf des Tyrannosaurus Rex mit dem Triceratops.

Volker Krug hob die Nachwuchsarbeit von Claudia Roth hervor, die mehr als zehn Jahre die Jugendkapelle Grund erfolgreich leitet. Sie hatte auch das Konzept des Konzertabends entworfen und umgesetzt. In diesem Konzept werden die Kinder gemäß ihres Alters und Ausbildungstands ortsübergreifend in verschiedene Spielkreise eingeteilt. So lernen sie von Anfang an das Zusammenspiel mit anderen und dürfen auch gleich auftreten. Mit Norbert Langeheine stellte Krug Roths Nachfolger vor.

Neue musikalische Akzente setzte der neue Dirigent der Kolpingkapelle Leidersbach, Rainer Hock, im nächsten Konzertteil. Zunächst stellten die Musiker den italienischen Avantgarde-Komponisten Ennio Morricone mit Ausschnitten aus My name is nobody, Metello und Here?s to you vor. Es folgte Music von John Miles. Kontrastprogramm war die Polka Böhmischen Frühling (Rudi Fischer). Schließlich folgte Alcazar mit dem Untertitel Eine spanische Ouvertüre. Sehr gut setzte die Kapelle die schnellen Passagen um. Der romantische Mittelteil beschrieb einen nächtlichen Spaziergang in Sevilla.

Langanhaltenden Beifall erhielt das Ground-Orchesters, das nach langer Pause neu formiert unter Leitung von Peter Jedlitschka auf die Bühne kam und aus Musikern aller vier Musikkapellen im Grund besteht. Im ersten Stück Movie Spectaculars (Frank Bernaerts) waren verschiedene Filmmusiken aus Ghostbusters, An Officer and a Gentleman und Pretty Woman zu erkennen. Im zweiten spielten die Musiker die Filmmusik aus dem Zeichentrickfilm Lilo and Stitch (Peter Kleine Schaars). Es spiegelt die Begegnung des kleinen Außerirdischen 626 mit der einsamen Lilo wider, deren Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Lilo nimmt den als Hund getarnten 626 auf und nennt ihn liebevoll Stitch. Die Lyra-Musikanten aus Ebersbach mit Peter Jedlitschka spielten im Unterhaltungsteil und rundeten einen gelungenen Abend ab.

Alfons Opolka

Eine »Oe«verture als Dankeschön

Bayerische Blasmusik, Mai 2007

Mit einem eindrucksvollen Konzert gestalteten das sinfonische Blasorchester und das Jugendblasorchester des Sulzbacher Musikvereins einen genussvollen Spätnachmittag. Foto: Weitz
Mit einem eindrucksvollen Konzert gestalteten das sinfonische Blasorchester und das Jugendblasorchester des Sulzbacher Musikvereins einen genussvollen Spätnachmittag.
Foto: Weitz

Musikverein Edelweiß Sulzbach: Edvard Griegs »Peer Gynt Suite« und Blasmusik – wie kann das zusammengehen? Beim Konzert des Sulzbacher Musikvereins wurde eindrucksvoll demonstriert, dass es ein motiviertes und musikalisch gut eingestelltes Blasorchester durchaus mit einem von reichlich Streichinstrumenten flankierten Sinfonieorchester aufnehmen kann. Die Interpretation der Stücke war musikalisch sehr ausgefeilt. Hoch konzentriert und einfühlsam wurden die Instrumente eingesetzt. In das harmonische Zusammenspiel flossen brillante Soli und wechselnde Einsätze der Instrumentalgruppen ein auf der einen Seite Flöten, Klarinetten, Oboe und Fagott und auf der anderen Seite hohes und tiefes Blech sowie die Schlaginstrumente. Dirigent Winfried Rehse agierte einfühlsam und mit ausdrucksstarker Körpersprache.

Beim ersten Stück des Programms glänzten Jugendblasorchester und sinfonisches Blasorchester gemeinsam. Eine kleine Bläsergruppe hatte sich auf der Empore versammelt und ging mit dem restlichen Orchester auf der Bühne in den Dialog. So gewann der festlich tönende Krönungsmarsch aus der Oper »Der Prophet« von Giacomo Meyerbeer an Klangfülle.

Ein Glanzstück hatte der 22-jährige Markus Hein mit seiner Komposition »Oe«verture abgeliefert. Zu Ehren seines Förderers Ernst Oestreicher hatte der Sulzbacher ein ergreifendes Orchesterwerk komponiert.

Nachwuchssorgen hat der Sulzbacher Musikverein offensichtlich nicht. Mit dem Jugendblasmusikorchester ist schon jetzt eine sehr leistungsstarke Kapelle in die Fußstapfen des Erwachsenenorchesters getreten. Perfekt in Dynamik und Rhythmik setzten die Musiker die Stücke »Celebration Overture« und »Celtic Ritual« um.

Neben »Appalachian Overture« von James Barnes, »Titanic« von Stephan Jaeggi, »Oregon« von Jacob de Haan und einer Zusammenfassung von Melodien aus dem Walt-Disney-Film »Der Glöckner von Notre-Dame« bewies das Blasorchester mit der Interpretation zu Edvard Griegs »Peer Gynt Suite Nr. 1« über den Bergkönig auf eindrucksvolle Weise sein Können.

rw

Ausgezeichneter Erfolg

Konzert der Bläserklasse in der Volksschule

Main-Echo, 9. Mai 2007

Sulzbach. Das Symphonische Blasorchester des Musikvereins Sulzbach konnte am vergangenen Samstag bei einem Wertungsspielen auf dem Bundesbezirksmusikfest des Nordbayerischen Musikbundes in Heroldsbach (bei Forchheim) ein hervorragendes Ergebnis einspielen.

Angetreten war das Orchester in der Oberstufe, der zweithöchsten Leistungskategorie. Mit 94 von 100 Punkten erreichte es unter Leitung seines Dirigenten Winfried Rehse das bestmögliche Prädikat: mit ausgezeichnetem Erfolg teilgenommen.

Dieses Ergebnis demonstriert nach Mitteilung des Vereins das hohe musikalische Niveau, das durch kontinuierliche Jugendarbeit weiter gehalten und ausgebaut werden soll. Daher beginnt auch in diesem Jahr wieder eine Bläserklasse für Kinder ab 7 Jahre (wir berichteten).

Um den Kindern der Sulzbacher Herigoyen-Volksschule einen Einblick zu geben, wird die derzeitige Bläserklasse am Mittwoch, 16. Mai, in der Schulaula ein kleines Konzert geben (3. und 4. Schulstunde).

Am 23. Mai um 17 Uhr findet eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Eltern und Kinder in den Räumen des Musikvereins in der Braunwarthsmühle statt. Dabei stehen auch Instrumente zum Ausprobieren bereit.

red

Pink Panther trifft T-Rex

Konzert der Sulzbacher Bläserjugend in der Schulaula – Zwei Stunden geballte Freude an der Musik

Main-Echo, 1. Mai 2007

Zum Finale vereint: Bläserklassen, Vororchester und Jugendblasorchester beim gemeinsamen Auftritt in der Sulzbacher Schulaula. Foto: privat
Zum Finale vereint: Bläserklassen, Vororchester und Jugendblasorchester beim gemeinsamen Auftritt in der Sulzbacher Schulaula.
Foto: privat

SULZBACH. Mit Paulchen Panther und prähistorischen Dinosauriern, Kelten und Kastagnetten hat am Sonntag die Bläserjugend des Musikvereins Sulzbach ihre Zuhörer in der Aula der Herigoyen-Volksschule unterhalten. Knapp zwei Stunden geballte Freude an der Musik wurden von den Zuhörern mit großem Applaus honoriert.Eröffnet wurde das Konzert von einem Blechbläserensemble des Jugendblasorchesters mit dem »Festlichen Ruf« von Georg Friedrich Händel (Leitung Winfried Rehse).

Der Ruf war noch nicht verhallt, als die Kinder der musikalischen Grundausbildung unter Leitung von Sonja Richter zu dem bekannten Kinofilm-Thema von Henry Mancini den »Pink-Panther-Tanz« im rosaroten Outfit präsentierten. Fast noch bekannter ist das Lied »Wer hat an der Uhr gedreht?« aus der Trickfilm-Adaption des rosaroten Panthers. Voller Begeisterung sangen hier die Kinder zusammen mit dem jüngsten Nachwuchs aus dem Musikgarten. Das so genannte Bläserklassenkonzept ist inzwischen integraler Bestandteil der Jugendausbildung im Musikverein Sulzbach. Hier lernen die Kinder von Beginn ihrer Instrumentalausbildung an das Zusammenspiel in einer Bläserklasse. Wie gut dieses Konzept funktioniert, bewiesen die beiden derzeitigen Klassen unter Führung ihrer Dirigenten Winfried Rehse und Andreas Fath mit den traditionellen Volksliedern »Kommt ein Vogel geflogen«, »Kuckuck« und »Guter Mond du gehst so stille« sowie den schon anspruchsvolleren Stücken »March Along«, »Prähistorische Suite« und »Familie Feuerstein«.

Insbesondere bei der »Prähistorischen Suite«, deren einzelne Teile verschiedenen Saurierarten gewidmet sind, überzeugten die Nachwuchskünstler: Man spürte förmlich die Gefahr, die vom riesigen Tyrannosaurus rex ausging.

Mit »Highland Games« von Henk Hogestein und »West Side Story« von Leonard Bernstein präsentierte sich das Vororchester dem Publikum. Über die »West Side Story« muss man sicherlich kein Wort verlieren: Die weltbekannten Lieder wie »America« und »Maria« wurden von den Jungkünstlern gekonnt interpretiert. Die »Highland Games« befassen sich mit den in Schottland beliebten Wettkämpfen, bei denen Baumstammweitwurf und Tauziehen auf dem Programm stehen. Auch hier war die Umsetzung der Musik durch das Orchester bewundernswert.

Seit sechs Jahren besteht das Sulzbacher Jugendblasorchester. Trotz eines Durchschnittsalters von gerade einmal 15 Jahren spielt dieses Orchester schon in der Mittelstufe, in der es bei einem Wertungsspielen im vorigen Jahr ein »mit ausgezeichnetem Erfolg teilgenommen« erreichte. Demnächst heißt es, diesen Erfolg in Gerbrunn zu verteidigen. Nach dem gelungenen Vortrag der beiden Wertungsstücke »Celtic Ritual« und dem Paso doble »L’Amistat« zu urteilen, sollte dies dem Ensemble nicht allzu schwer fallen.

Ebenfalls auf dem Programm standen die Stücke »Celebration Overture« von Kees Vlak und »The Show must go on« von der britischen Gruppe Queen, denen als Zugabe der Marsch »San Angelo« (Siegfried Rundel) folgte. Beendet wurde das Jugendkonzert mit einem eindrucksvollen Gemeinschaftsauftritt von Bläserklassen, Vororchester und Jugendblasorchester, bei dem gemeinsam das Stück »School’s Spirit« von W. T. Purdy gespielt wurde.

red

Instrument fürs Leben

Ab September neue Kursangebote für Kinder

Main-Echo, 1. Mai 2007

Sulzbach. Ab September bietet der Musikverein Edelweiß Sulzbach wieder verschiedene Kurse für die musikalische Frühförderung sowie ein neues Bläserklassenprojekt an. Alle Kurse finden in Sulzbach statt und werden von ausgebildeten Lehrkräften gehalten.

Erstmals werden bei der musikalischen Frühförderung alle drei Teile der »Musikgarten«-Kursreihe angeboten: Speziell auf Babys zugeschnitten ist der »Musikgarten für Babys«, der Babys bis 18 Monate und deren Eltern zum musikalischen Spiel einlädt.

Der »Musikgarten Phase I« richtet sich an Zwei- und Dreijährige, der »Musikgarten Phase II« an Kinder ab vier Jahren. Eltern sollten beachten, dass frühzeitige Musikerziehung sich positiv auf die Entwicklung von Intelligenz, Kreativität und Sprache auswirkt und das logische Denken, das räumliche Vorstellungsvermögen sowie die soziale Kompetenz und Teamfähigkeit von Kindern fördert.

Bei der auf zwei Jahre ausgelegten musikalischen Grundausbildung sollen Kinder von fünf bis sieben Jahren lernen, eigene Ideen zu entwickeln und die Kommunikation zu üben.

Nach den erfolgreichen Bläserklassenprojekten des Musikvereins mit der Herigoyen-Volksschule soll auch im kommenden Schuljahr wieder eine Klasse gestartet werden. Das Angebot richtet sich vorrangig an Kinder des zweiten und dritten Schuljahres, aber auch ältere Kinder und Jugendliche können teilnehmen.Kinder erhalten in der Bläserklasse die Chance, ein Instrument »fürs Leben« zu erlernen.

Um Kindern und deren Eltern zu zeigen, welche Fortschritte schon nach kurzer Unterrichtszeit möglich sind, plant die derzeitige Bläserklasse für Mittwoch, 16. Mai, ein Konzert in der Schulaula (Uhrzeit noch offen). Für alle Interessierten findet am 23. Mai um 17 Uhr ein Informationstreffen in den Vereinsräumen in der Braunwarthsmühle statt.

red

Eine »Oe«verture als Dankeschön

»das Konzert 2007«

NBMB-Online.de, 28. März 2007

Der Sulzbacher Musikverein bot einen wundervollen Spätnachmittag. (Foto: Ruth Weitz)
Der Sulzbacher Musikverein bot einen wundervollen Spätnachmittag.
(Foto: Ruth Weitz)

Edvard Griegs »Peer Gynt Suite« und Blasmusik – wie kann das zusammengehen? Am Sonntagabend wurde in der Main-Spessart-Halle beim Konzert des Sulzbacher Musikvereins eindrucksvoll demonstriert, dass es ein motiviertes und musikalisch gut eingestelltes Blasorchester durchaus mit einem von reichlich Streichinstrumenten flankierten Sinfonieorchester aufnehmen kann.

Zu Recht bezeichnet der Musikverein Edelweiß seine Kapelle als symphonisches Blasorchester. Dies ließ sich am Sonntagabend nicht nur an der Musikliteratur erkennen. Die Interpretation der Stücke war musikalisch so ausgefeilt, dass dem Zuhörer vor Ergriffenheit zuweilen die Spucke wegblieb. Hoch konzentriert und einfühlsam wurden die Instrumente eingesetzt. In das harmonische Zusammenspiel flossen brillante Soli und wechselnde Einsätze der Instrumentalgruppen ein wie auf der einen Seite Flöten, Klarinetten, Oboe und Fagott und auf der anderen Seite hohes und tiefes Blech sowie die Schlaginstrumente. Dirigent Winfried Rehse agierte einfühlsam und mit ausdrucksstarker Körpersprache. Beim Andante ging er in die Knie, während der beim Allegro fast zu doppelter Körpergröße heranwuchs.

Klangvoller Krönungsmarsch
Beim ersten Stück des über zwei Stunden dauernden Programms glänzten Jugendblasorchester und symphonisches Blasorchester gemeinsam. Eine kleine Bläsergruppe von einem Dutzend Musikern hatte sich auf der Empore versammelt und ging mit dem restlichen Orchester auf der Bühne in den Dialog. So gewann der festlich tönende Krönungsmarsch aus der Oper »Der Prophet« von Giacomo Meyerbeer an Klangfülle.

Die musikalischen Feinheiten und die historischen Hintergründe der Musikstücke wurden durch Dietmar Rehse erläutert. Dietmar Rehse, der den Musikverein Sulzbach selbst als Dirigent von 1967 bis 1994 leitete und damit den Grundstein für das heutige Niveau des Vereins legte, konnte bei diesem Konzert ein besonderes 40-jähriges Bühnenjubiläum feiern, hat er doch seit 1967 fast alle Konzerte des Musikvereins Sulzbach moderiert. In Zukunft wird Rehse diese Aufgabe in jüngere Hände legen. Für sein Engagement dankte dem Weinliebhaber „sein Musikverein“ mit Blumen und einem fränkischen Bocksbeutel.

Ein Glanzstück hatte der erst 22-Jährige Markus Hein mit seiner Komposition »Oe«verture abgeliefert. Zu Ehren seines Förderers Ernst Oestereicher, dem Bundesdirigenten des Nordbayerischen Musikbundes, hatte der Sulzbacher ein ergreifendes Orchesterwerk komponiert. Das Orchester war bei der Interpretation der schwierigen Klangfolgen und wechselnden Rhythmen im Höchstmaß gefordert. Es bestand die Aufgabe meisterlich.

Nachwuchssorgen hat der Sulzbacher Musikverein offensichtlich nicht. Mit dem Jugendblasmusikorchester ist schon jetzt eine sehr leistungsstarke Kapelle in die Fußstapfen des Erwachsenenorchesters getreten. Perfekt in Dynamik und Rhythmik setzten die Musiker die Stücke »Celebration Overture« von Kees Vlak und »Celtic Ritual« von John Higgins um.

Walt-Disney-Melodien
Neben »Apalachian Ouverture« von James Barnes, »Titanic« von Stephan Jaeggi, »Oregon« von Jacob de Haan und einer Zusammenfassung von Melodien aus dem Walt-Disney-Film »Der Glöckner von Notre Dame« bewies das Blasorchester mit der Interpretation zu Edvard Griegs »Peer Gynt«-Suite Nummer 1 über den Bergkönig auf eindrucksvolle Weise sein Können. Zwei gemeinsam mit dem Jugendblasorchester gespielte Zugaben – der spanische Marsch »L’Amistad« von Ferrer Ferran und »Mir sind die Kaiserjager« von Karl Mühlberger – beschlossen den genussreichen Abend.

Ruth Weitz

Mit Bläsern und Streichern in die Halle des Bergkönigs

Symphonisches Blasorchester des Sulzbacher Musikvereins interpretiert nicht nur Edvard Griegs »Peer Gynt«

Main-Echo, 28. März 2007

Mit einem eindrucksvollen Konzert gestaltete sinfonischen Blasorchester und Jugendblasorchester des Sulzbacher Musikvereins unter der Regie von Winfried Rehse einen genussvollen Spätnachmittag. Foto: Ruth Weitz
Mit einem eindrucksvollen Konzert gestaltete sinfonischen Blasorchester und Jugendblasorchester des Sulzbacher Musikvereins unter der Regie von Winfried Rehse einen genussvollen Spätnachmittag.
Foto: Ruth Weitz

SULZBACH. Edvard Griegs Sinfonien zu Peer Gynt und Blasmusik – wie kann das zusammengehen? Am Sonntagabend wurde in der Main-Spessart-Halle beim Konzert des Sulzbacher Musikvereins dokumentiert, dass es eine motivierte und musikalisch gut eingestellte Blaskapelle durchaus mit einem von reichlich Streichinstrumenten flankierten Sinfonieorchester aufnehmen kann.

Zu Recht bezeichnet der Musikverein Edelweiß seine Kapelle als symphonisches Blasorchester. Dies ließ sich am Sonntagabend nicht nur an der Musikliteratur erkennen. Die Interpretation der Stücke war musikalisch so ausgefeilt, dass dem Zuhörer vor Ergriffenheit zuweilen die Spucke wegblieb. Hoch konzentriert und einfühlsam wurden die Instrumente eingesetzt. In das harmonische Zusammenspiel flossen brillante Soli und wechselnde Einsätze der Instrumentalgruppen ein wie auf der einen Seite Flöten, Klarinetten, Oboe und Fagott und auf der anderen Seite hohes und tiefes Blech sowie die Schlaginstrumente. Dirigent Winfried Rehse agierte einfühlsam und mit ausdrucksstarker Körpersprache. Beim Andante ging er in die Knie, während der beim Allegro fast zu doppelter Körpergröße heranwuchs.

Klangvoller Krönungsmarsch
Beim ersten Stück des über zwei Stunden dauernden Programms glänzten Jugendblasorchester und symphonisches Blasorchester gemeinsam. Eine kleine Bläsergruppe von einem Dutzend Musikern hatte sich auf der Empore versammelt und ging mit dem restlichen Orchester auf der Bühne in den Dialog. So gewann der festlich tönende Krönungsmarsch aus der Oper »Der Prophet« von Giacomo Meyerbeer an Klangfülle.

Unterbrochen wurden die Musikstücke durch die Ansagen von Dietmar Rehse. Er erklärte die musikalischen Feinheiten und die historischen Hintergründe der Werke. Hin und wieder ließ er auch einen philosophischen Gedanken in seine Moderation einfließen. Ein Glanzstück hatte der erst 22-Jährige Markus Hein unter dem Pseudonym »Marc Dumoulin« mit seiner Komposition »Oe«verture abgeliefert. Zu Ehren seines Förderers Ernst Oestereicher, dem Bundesdirigenten des Nordbayerischen Musikbundes, hatte der Sulzbacher ein ergreifendes Orchesterwerk komponiert. Dietmar Rehse bezeichnete es als »absolute Musik«, was der Feder des Nachwuchskomponisten entflossen war. Das Orchester war bei der Interpretation der schwierigen Klangfolgen und wechselnden Rhythmen im Höchstmaß gefordert. Es bestand die Aufgabe meisterlich.

Nachwuchssorgen hat der Sulzbacher Musikverein offensichtlich nicht. Mit dem Jugendblasmusikorchester ist schon jetzt eine sehr leistungsstarke Kapelle in die Fußstapfen des Erwachsenenorchesters getreten. Perfekt in Dynamik und Rhythmik setzten die Musiker die Stücke »Celebration Overture« von Kees Vlak und »Celtic Ritual« von John Higgins um.

Walt-Disney-Melodien
Neben »Apalachian Ouverture« von James Barnes, »Titanic« von Stephan Jaeggi, »Oregon« von Jacob de Haan und einer Zusammenfassung von Melodien aus dem Walt-Disney-Film »Der Glöckner von Notre Dame« bewies das Blasorchester mit der Interpretation zu Edvard Griegs »Peer Gynt«-Suite Nummer 1 über den Bergkönig, auf eindrucksvolle Weise sein Können. Zwei gemeinsam mit dem Jugendblasorchester gespielte Zugaben – ein spanischer Marsch von Ferrer Ferran und der »Kaiserjagermarsch« von Karl Mühlberger – beschlossen den genussreichen Abend.

Ruth Weitz