Im Zeichen von Licht und Hoffnung

Vorweihnachtliches Konzert des Sulzbacher Musikvereins in der Margaretakirche

Main-Echo, 13. Dezember 2005

Sulzbach. Mit »Way of Lights« veranstaltete der Musikverein Sulzbach auch in diesem Jahr wieder ein anspruchsvolles vorweihnachtliches Konzert in der Kirche St. Margareta. Das Programm aus älteren und modernen Stücken, sowie zwei Kompositionen aus den eigenen Reihen bot abwechslungsreichen Hörgenuss, der immer wieder durch besinnliche Texte mit dem Advent- und Lichtergedanken verknüpft wurden.

Passend zur Konzerteröffnung präsentierten Bläserensemble und Pauken eine Intrada, welche von Vereinsmitglied Markus Hein komponiert wurde. Das an kirchliche Loblieder und Hymnen erinnernde Werk schaffte die passende Stimmung. Ebenfalls unter der Leitung von Winfried Rehse beeindruckte das Jugendblasorchester mit »Partita Piccola« des Komponisten Henk van Belcum. Das fünfteilige Werk begann mit einer Fanfare, gefolgt von einem ruhigen, sehr harmonisch gespielten Canon. Bei der ausdrucksstarken Sarabande schwebte die Melodienlinie der Holzbläser über dem Stück während tiefe Blechstimmen Dramatik verliehen. Im Chorale entfalteten sich die Einzelstimmen zum klangvollen Ganzen und schlossen das Stück mit der fröhlich-tänzerischen Courante ab.

Melodie voller Sehnsucht
Die bekannte Intrade von Johann Christoph Pezel mit großen Dynamikunterschieden interpretierten die jungen Musiker mit genauen Einsätzen und ohne Hektik und zeigten damit, wie gut sie schon an Auftritte gewöhnt sind. Andreas Hock am Sopransaxophon und Markus Hein an der Orgel präsentierten ein Adagio von Alessandro Marcello. Die sehnsuchtsvolle Melodie, ausdrucksstark und virtuos gespielt und mit harmonischer Orgelbegleitung unterlegt war schlicht ergreifend. Ebenso die Aria von Eugen Bozza, diesmal mit Franziska Richter am Saxophon, wieder mit Orgelbegleitung. Das emotionale Stück umfasste alle Tonlagen, Stimmungen von ruhig bis aufgeregt und dementsprechende Forte- und Pianostellen, alles sehr ausdrucksstark interpretiert.

Hohes Holz und tiefes Blech
Das Symphonische Blasorchester eröffnete seinen Auftritt mit »Maria durch ein Dornwald ging«, das Markus Hein als Orchesterversion umgesetzt hat. Einzelne Instrumentengruppen griffen die Melodie auf; besonders eindrucksvoll erschien die Kombination aus hohem Holz und tiefem Blech sowie die Schlussakkorde, die das traditionelle Ende interessant abwandelten und dramatisierten. Von der neuen Reflektion über ein altbekanntes Stück zeigte sich das Publikum hörbar begeistert.

Auch traditionell der Choral »Wachet auf«, diesmal als Bearbeitung von Johann Sebastian Bach. Kontraste zwischen weichem Holz und strahlendem Blechklang sowie die Neukombination einzelner Melodieausschnitte setzten Akzente. Die saubere Artikulation und das gute Zusammenspiel der Musiker unterstrichen die einzelnen Instrumentengruppen.

Modern und auf den ersten Blick weniger Themenbezogen war »The New Village« des Niederländers Kees Vlak. Das Werk beschreibt den Aufbau eines Dorfes, seine Zerstörung durch Vandalen und den hoffnungsvollen Wiederaufbau durch die Bewohner. Hoffen und hoffnungsvolles Erwarten, Elemente der Adventszeit also spannten den Bogen zum Musikstück. Die imposante Aufbruchstimmung zu Beginn wurde durch minimale Veränderungen in der Melodie zu einem Aspekt der Bedrohung, in der die Zuhörer die Spannung fühlen konnten. Nach der Katastrophe zeigt eine melancholische Melodie den zaghaften Wiederaufbruch auf und vermittelt mit ihrem Dur-Charakter einen Hoffnungsschimmer. Auch den triumphierenden, energiegeladenen Schlussteil stellten die Musiker sehr stimmungsvoll dar und malten so die Geschichte mit ihren Tönen.

Klangvolle Basis für Soli
Abschließender Höhepunkt war das Konzert für zwei Trompeten und Orchester von Antonio Vivaldi. Die Gastsolisten Florian Bieber und Andreas Fath bewiesen Ausdauer, Fingerspitzengefühl und ein Ohr für musikalischen Feinheiten und Zusammenspiel, während die übrigen Musiker eine klangvolle Basis für die Solostimmen schafften. Überraschend authentisch konnten die Holzbläser den Charakter von Streichinstrumenten nachempfinden. Einziges, nicht musikalisches Manko am Ende des Konzerts waren die großen Worte um das Talent von Einzelpersonen, die die wunderbare Gemeinschaftsleistung in den Hintergrund stellten und auch nicht recht zu Stimmung und Charakter eines Adventskonzert passen wollten. (Anm. des Webmasters, um Missverständnissen vorzubeugen: Bei diesen Einzelpersonen handelte es sich um die Kinder, die durch den Abend führten, die Solisten sowie den Dirigenten, denen ein kleines Dankeschön überreicht wurde. Die beiden Orchester haben das schönste Geschenk überhaupt von den Zuhörern selbst erhalten: Stehende Ovationen…)

Anna-Lena Höcker

Musikbund bestätigt Vorstandsteam

Vorsitzender Walter Zöller wiedergewählt – Zuschusskürzungen zwingen zum Sparen

Main-Echo, 29. November 2005

Der Vorstand des Nordbayerischen Musikbundes (von links): Vorsitzender Walter Zöller, Jugendkreisvorsitzende Melanie Häfner, Kreisdirigent Jürgen Spall, stellvertretender Vorsitzender Siegfried Postel und Bezirksvorsitzender Werner Höhn. Foto: privat (Anm. des Webmasters: Korrekterweise ist anzumerken, dass es sich hier nicht um den Vorstand des Nordbayerischen Musikbundes, sondern um den Vorstand des Kreisverbandes Miltenberg im Nordbayerischen Musikbund handelt.)
Der Vorstand des Nordbayerischen Musikbundes (von links): Vorsitzender Walter Zöller, Jugendkreisvorsitzende Melanie Häfner, Kreisdirigent Jürgen Spall, stellvertretender Vorsitzender Siegfried Postel und Bezirksvorsitzender Werner Höhn.
Foto: privat
(Anm. des Webmasters: Korrekterweise ist anzumerken, dass es sich hier nicht um den Vorstand des Nordbayerischen Musikbundes, sondern um den Vorstand des Kreisverbandes Miltenberg im Nordbayerischen Musikbund handelt.)

Kreis Miltenberg. Bei der Hauptversammlung des Nordbayerischen Musikbundes, Kreisverband Miltenberg, sind Kreisvorsitzender Walter Zöller, Stellvertreter Siegfried Postel und Kreisdirigent Jürgen Spall in ihren Ämtern bestätigt worden. Neu in die Funktion als Kreisjugendleiterin wurden Melanie Häfner und als ihre Stellvertreter Markus Rehse und Kai Steigerwald gewählt.

Bei der Versammlung im Gasthaus »Löwen« am Samstag in Mömlingen stellte Vorsitzender Walter Zöller stellte in seinem Bericht heraus, dass dank der attraktiven Musik und des Leistungsvermögens der sechs Mitgliedskapellen die Zahl der Aktiven um 34 Musikerinnen und Musiker gestiegen sei. So stellen die nunmehr 469 aktiven Musikerinnen und Musiker 20 Prozent des Aktivenpotentials im Kreis Miltenberg dar.

Neben den Konzerten und Serenaden präsentierten der Musikverein Sulzbach und die Mümlingtal-Musikanten aus Mömlingen den Kreisverband beim Bayerischen Landesmusikfest in München und nahmen mit sehr guten Ergebnissen am Wertungsspielen teil. Zudem trat Sulzbach nochmals mit drei Kapellen beim Wertungsspielen beim Bundesbezirksmusikfest in Zirndorf an.

Der Kreisverband organisierte auch ein Seminar für Bläserklassen sowie ein Steuerseminar für Musikvereine. Beide Seminare wurden verbandsübergreifend angeboten und gut besucht.

Als wichtige Termine des kommenden Jahres kündigte der Vorsitzende den Bezirksentscheid im Wettbewerb »Spiel in kleinen Gruppen« am 10. Dezember in Bad Brückenau an. Im Januar folgt in Bamberg die Entscheidung auf Verbandsebene. Auch stellte er die Einführung des Leistungsabzeichens »D Junior« vor. Jungmusiker können nach einer gewissen Zeit der Ausbildung durch speziell geschulte Musiker aus ihrem Verein geprüft und danach das Abzeichen verliehen bekommen. Damit möchte man einen Motivationsschub während der Ausbildung der Jugendlichen erreichen.

Sorgen bereiten jedoch den Funktionären die staatlichen Zuwendungen, welche sowohl vom Land als auch Landkreis um 20 Prozent gekürzt wurden. Höhere Zuwendungen des Bezirks Unterfranken konnten diese Minderungen nicht ausgleichen. Zöller will die organisatorischen Aufwendungen im Verband soweit straffen, dass Beitragserhöhungen vermieden werden können. Um eine Streichung der Zuschüsse für Konzertnoten ab 2007 kommt man jedoch nicht herum.

Walter Zöller berichtete auch von einem Projektorchester, das die beiden Dirigenten Wilco Grootenboer und Andreas Fath aus Jugendlichen der von ihnen betreuten Vereine verbandsübergreifend gegründet haben. Das Abschlusskonzert dieses Projektes findet am 4. Dezember um 17 Uhr in der TV-Halle Mömlingen statt.

Kreisdirigent Jürgen Spall berichtete von den D1/D2-Kursen. 20 Jungmusiker haben die Prüfung bestanden. Zwei Aktive erlangten an der Musikakademie Hammelburg das Goldabzeichen.

Die Kreisjugend berichtete von einem Freiluft-Volleyballturnier das mit sieben Mannschaften um die Blasmusik-Sparkassen-Pokale mit anschließendem Grillfest in Sulzbach.

Bezirksvorsitzender Werner Höhn hatte Neuigkeiten aus dem Bezirk und Landesverband mitgebracht. Neben den Sparmaßnahmen wurde auch über die Umgestaltung der Bezirks- und Bundesversammlung in eine Delegiertenversammlung diskutiert und die Vorzüge herausgestellt.

red

Webber-Hit ganz oben auf der Wunschliste

Main-Echo, 20. Oktober 2005

p20051020Sulzbach. Stolz ist der Musikverein »Edelweiß« auf sein 36-köpfiges Jugendblasorchester, das unter Leitung von Andreas Fath am Sonntag das traditionelle Wunschkonzert in der Aula der Volksschule eröffnete (unser Bild). Die Moderation lag in den Händen von Vera Kloss, Mitglied des Jugendblasorchesters. Der Tradition folgend, verwöhnten die Aktiven des großen Blasorchesters unter Leitung von Winfried Rehse ihr Publikum mit Darbietungen, die zuvor aus einem Wunschkatalog hatten ausgewählt werden können. Das Spektrum reichte von volkstümlich bis modern. Die Wunschliste wurde angeführt von »Jesus Christ Superstar« (Andrew Lloyd Webber), gefolgt von »Erinnerungen an Zirkus Renz« (Gustav Peter) und »Abba Cadabra« (Johan de Meij).

helge / Helmut Gesierich

Musikalische Perfektion

Jungmusiker aus dem Landkreis ausgezeichnet

Main-Echo, 19. Oktober 2005

Über das Leistungsabzeichen in Gold des Nordbayerischen Musikbunds aus der Hand des Kreisdirigenten Jürgen Spall freuten sich Lisa Mühleck (Klarinette) und Markus Hain (Schlagzeug) aus Sulzbach. Foto: Manfred Seemann
Über das Leistungsabzeichen in Gold des Nordbayerischen Musikbunds aus der Hand des Kreisdirigenten Jürgen Spall freuten sich Lisa Mühleck (Klarinette) und Markus Hain (Schlagzeug) aus Sulzbach.
Foto: Manfred Seemann

Kreis Miltenberg. Die Ausbildung von Jungmusikern hat im Kreisverband Miltenberg des Nordbayerischen Musikbunds (NBMB) einen hohen Stellenwert. In den vergangenen Wochen haben sich 22 Nachwuchskräfte aus den Mitgliedsvereinen erfolgreich auf die verschiedensten Leistungsstufen vorbereitet.

Das Leistungsabzeichen in Gold der Stufe D3 schafften an der Bayerischen Musikakademie in Hammelburg mit überzeugendem Spiel die Jungmusiker Lisa Mühleck (Klarinette) und Markus Hain (Schlagzeug), beide Musikverein Sulzbach. (Anm. des Webmasters: Korrekt schreibt sich Markus‘ Nachname „Hein“.)

In der Stufe D2 haben das Leistungsabzeichen in Silber erworben: Sophia Hahn (Querflöte) und Nathalie Fries (Querflöte) vom Musikverein Trennfurt. Miriam Baumgartl (Klarinette), Alexander Sommer (Trompete) und Michael Sommer (Schlagzeug), alle vom Musikverein Sulzbach, sowie Julia Buchert (Posaune) von den »Mümlingtalmusikanten«, Mömlingen. Das Leistungsabzeichen in Bronze der Stufe D1 absolvierten: Anna-Lena Sigl (Querflöte), Kathrin Sommer (Querflöte), André Amrhein (Klarinette) Nadja Kloss (Trompete), Annika Richter (Trompete) und Julian Staub (Euphonium), alle Musikverein Sulzbach. Lea Schipniewski (Querflöte) von den »Mümlingtalmusikanten«, Mömlingen, Simon Deckenbach (Tenorhorn) von den »Young Symphonics«, Wörth, sowie Mona Salwender (Querflöte), Elena Seiler (Querflöte), Verena Münig (Klarinette), Christine Ühlein (Klarinette), Michael Zöller (Flügelhorn) und Florian Ühlein (Tenorhorn), alle Musikverein Trennfurt.

Am Prüfungstermin übergaben Kreisdirigent Jürgen Spall und Kreisvorsitzender Walter Zöller den Absolventen die Urkunde sowie das Leistungsabzeichen. Als Dozenten konnte der NBMB für das Holzregister Bernd Sieg, Soloklarinettist beim Heeresmusikkorps 12 Veitshöchheim, für das Blechregister Wilco Grootenboer und für das Schlagwerk Andreas Voigt gewinnen. Für die Vorbereitung, Organisation und Gesamtleitung der Jungmusiker Ausbildung in der Volksschule Wörth war Prüfungsvorsitzender und Kreisdirigent Jürgen Spall verantwortlich.

ms

Brände sind zur Nebensache geworden

Geschenke und Glückwünsche: Feierlichkeiten 125 Jahre Feuerwehr

Main-Echo, 16. September 2005

Sulzbach. Brände sind zur Nebensache geworden für die Feuerwehren. In Sulzbach machen gerademal zehn Prozent der Einsätze aus. Das erfuhren die Gäste der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Wehr am Wochenende.

Eine Großübung mit den Nachbarwehren aus Soden, Dornau, Ebersbach, Leidersbach, Rossbach und Hausen markierte am Samstag den Start der Jubiläumsfeier. 89 Floriansjünger, unterstützt von vier Helfern der BRK-Bereitschaft Sulzbach waren am Bauhof in der Spessartstraße eingesetzt.

Kommandant Michael Panocha erläuterte den Zuschauern die einzelnen Übungsteile. Während das Gebäude 1 mit Abstellplätzen für Fahrzeuge und Anhänger als unkritisch eingestuft wurde, war Gebäude 2 teilweise kritisch. Hier sind Schlosser- und Schreinerwerkstatt untergebracht, Späne, Lacke und Lösungsmittel ein Brandrisiko. Als kritisch angesehen wurde Gebäude 3 mit Abstellplätzen für Fahrzeuge, einem Dieseltank sowie Fässern für Altöl und Altbatterien. Vom Balkon der Hausmeisterwohnung musste eine Familie mit zwei Kindern über die Drehleiter in Sicherheit gebracht werden. Rauch hatte den Fluchtweg durchs Treppenhaus abgeschnitten. Nach dem Gottesdienst am Sonntagvormittag marschierten Fahnenabordnungen der Vereine unter den Klängen des Musikvereins Edelweiß zum Feuerwehrgerätehaus.

Pfarrer Norbert Geiger segnete einen Versorgungsanhänger, ein Rettungsboot sowie einen Gabelstapler. Er betonte, dass der Segen nicht für die Fahrzeuge bestimmt sei, sondern für die damit helfenden Frauen und Männer.

Anforderungen enorm gewachsen
Kommandant Michael Panocha stellte fest, dass Sulzbachs Bevölkerung und damit die Anforderungen in den vergangenen Jahren enorm gewachsen seien. Brandeinsätze seien mit einem Anteil von zehn Prozent fast zur »Nebensache« geworden. »Somit hat der Name Feuerwehr eigentlich seine ursprüngliche Bedeutung verloren. Denn es gibt kaum noch eine Not- oder Gefahrensituation, wo nicht auf das Mädchen für alles zurück gegriffen wird.«

Die Einsätze verlangten Kenntnisse als Ersthelfer, Seelsorger, Berater, Straßenkehrer, Hilfspolizist, Forstarbeiter, Metallarbeiter, Schreiner, Imker, Kraftfahrer, Elektriker? Dieses Spektrum sei nur mit der »Motivations- und Glücksdroge Helfen« zu bewältigen, so Panocha.

»125 Jahre Feuerwehr in Sulzbach stehen für 125 Jahre Sicherheit«, so Bürgermeister Hermann Spinnler. Nicht ohne Stolz erwähnte er, dass in den drei Ortswehren (Sulzbach, Soden, Dornau) 114 Frauen und Männer im aktiven Dienst seien, und dass 42 Jugendliche einen Großteil ihrer Freizeit für die Ausbildung aufwendeten.

Aus der Feuerwehr, die lange Zeit nur Brände löschen konnte, habe sich in den vergangenen Jahrzehnten eine »universelle Eingreiftruppe« entwickelt, die kompetent und schnell unterschiedlichste Gefahrensituationen bewältigen müsse. Für die Jugendarbeit überreichte Spinnler einen Briefumschlag mit »Fördermitteln«.

Landrat Roland Schwing wies der Sulzbacher Feuerwehr eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Ortes zu. Sie sei Sicherheitsgarant vor Ort, auf den stets und rund um die Uhr Verlass ist. »Die Freiwillige Feuerwehr ist nicht irgendein Freizeitclub, um Spaß zu haben, sondern sie ist im Rahmen von Ausbildung und Einsatz ein echter Knochenjob – der natürlich Freude macht.«

Feuerwehrdienst sei in gewisser Hinsicht auch ein Hobby, bei dem man sich jedoch verpflichte, für die Allgemeinheit präsent zu sein.

Helmut Gesierich

Nicht nur Blech im munteren Spiel

Unterfränkischer Bläsernachwuchs überzeugt in Hobbacher Schullandheim

Main-Echo, 30. August 2005

Hinweis des Webmasters: An dem Fortbildungsseminar in Hobbach nahmen auch die folgenden sechs Jugendliche aus unserer Bläserjugend teil: Miriam Baumgartl, Carolin Fries, Elena Mühleck, Alexander Sommer, Maximilian Sommer und Michael Sommer.

OBERNBURG. Der unterfränkische Bläsernachwuchs gibt immer wieder zu großen Hoffnungen Anlass. Das Abschlusskonzert des hochklassigen Fortbildungsseminars im Hobbacher Schullandheim übertraf alle Erwartungen. Selbst Anfänger sind nach Ansicht ihrer Dozenten über sich hinaus gewachsen, wenn es um die Bewertung ihrer Soli geht.

Immerhin haben die 63 ausgewählten Zwölf- bis 18-jährigen Holz- und Blechbläser aus 370 unterfränkischen Musikvereinen bis zu zehn Stunden täglich geübt, um das anspruchsvolle Programm in den Griff zu bekommen. Die Gesamtleitung hatte Bezirksdirigent Jürgen Weyer aus Neustadt an der Saale. Dem 32-jährigen Musikpädagogen und Solotrompeter ging es nicht nur um das intonationsreine und homogene Zusammenspiel im Großen Orchester, sondern auch um Ensemble-Vorträge.

Franz Schuberts Militärmarsch Nr. 1 führte ein aus Hörnern und Tuben bestehendes Oktett unter der Leitung von Tanja Domes auf, während George Bizets berühmte »Habanera And March Of The Toreardos« aus dessen Oper »Carmen« 17 Klarinetten und Querflöten dank der intensiven Vorbereitung durch Tanja Domes sehr sauber bliesen. Bei dem einfühlsamen Bachchoral »O Jesu Christ, mein Lebenslicht« und der etwas missglückten Kantate Nr. 118 war dagegen nur Blech im Spiel. Bei dem Choral bestach vor allem das Trompetensolo von Weyer, der gleichzeitig die Leitung hatte. Es ist beileibe kein Beinbruch, wenn wegen Bachs schwieriger Polyphonie die jungen und ehrgeizigen Musikerinnen und Musiker bei der Kantate an ihre Grenzen stießen.

Für großes Schmunzeln sorgten fünf Schlagzeuger, die auf selbstgebastelten Schlagzeugen aus Pappkartons das Stück »Boxing Day« von Wolfgang Reifeneder humorvoll präsentierten. Das von Weyer ebenfalls geleitete Große Orchester beeindruckte durch die harmonische Wiedergabe und weitgehende Notentreue der vorwiegend amerikanischen Kompositionen. Das farbige Tongemälde »Southwinds« von Douglas Court kam ausdrucksmäßig gut herüber, desgleichen »Rockseason« des Deutschen Fritz Mensching mit seinen aufputschenden Jazz-Rhythmen.

Festlich und beschwingt klang »Queen in Conzert« (Jay Bocook), und die »Herndon Exaltations« von Robert W. Smith waren voller überraschender Klangbilder und -effekte nebst den dominierenden Klarinetten-Soli. Natürlich gab es für die fetzige Swingnummer von Count Basy »Jumping At The Woodside« begeisterten Applaus.

Für nicht wenige war der vielbeklatschte Auftritt der Big Band vielleicht der eigentliche Höhepunkt der Matinee. Titel, wie »Jogging« (Werner Tauber), »Just Before Midnight« (Howard Rowe), oder das Medley »Beatles Boogie« gingen nicht nur in die Beine, sondern auch wundervoll ins Ohr. Und dabei ist die Band erst während der Bläserwoche zusammengestellt worden. Herrlich der Schmachtfetzen »This Guy?s In Love With You« des unvergessenen Burt Bacharach. Nicht weniger umwerfend schön der Ohrwurm »All The Things You Are« aus der Feder von Jerome Kern.

Bandleader Klaus Hammer hat an dieser zusammengewürfelten Truppe ein kleines Wunder vollbracht. Das große Finale endete im Beisein von Werner Höhn, dem Bezirksvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes von Unterfranken, mit dem brillanten »Einzug der Plagiatoren« von Siegfried Bethmann für Großes Orchester. Die Komposition besteht aus 32 bekannten Märschen und ist eine reizende musikalische Persiflage.

Wolfgang Tulaszewski

Begegnungen bei Matetee und kurpischer Hochzeit

Gemeinsames Fest stimmt Sulzbacher samt Gästen aus Argentinien und Polen auf Weltjugendtag in Köln ein

Main-Echo, 16. August 2005

"Die kurpische Hochzeit" zeigte das Folklore-Ensemble Zarnlatzki aus dem polnischen Czarnia. Das Stück stellt eine abwechslungsreiche Mischung aus Aktion, Musik, Gesang und traditionellen Tänzen dar. Das Bild zeigt die Tanz-Szene, in der die Aussteuerstücke für das junge Brautpaar (Mitte) nach und nach auf eine Stange gehängt oder vor Ihnen abgelegt werden.
„Die kurpische Hochzeit“ zeigte das Folklore-Ensemble Zarnlatzki aus dem polnischen Czarnia. Das Stück stellt eine abwechslungsreiche Mischung aus Aktion, Musik, Gesang und traditionellen Tänzen dar. Das Bild zeigt die Tanz-Szene, in der die Aussteuerstücke für das junge Brautpaar (Mitte) nach und nach auf eine Stange gehängt oder vor Ihnen abgelegt werden.

Sulzbach. Seit einigen Tagen halten sich Jugendabordnungen aus Argentinien und Polen in Sulzbach auf (wir berichteten). Nach einem Empfang für die Gäste am Freitagvormittag im Rathaus, war im Rahmen der Vorbereitung und Einstimmung auf den Weltjugendtag für den Abend ein buntes »Fest der Begegnung« mit Sulzbacher Bürgern angesagt.

Nachdem Pfarrer Norbert Geiger die mehr als 200 Besucher in der St.-Annakirche begrüßt hatte, übernahm Gordon Trautmann die Moderation. Hinter den Kulissen sorgten Regina Krebs und Pastoralreferent Andreas Bergmann mit ihrem Team für einen reibungslosen Ablauf. Eröffnet wurde die Feier von einem Blechbläserensemble des Jugendorchesters Sulzbach (Leitung: Winfried Rehse).

Tänze und Lieder verbinden
Sechs Jugendliche aus Cordoba (Argentinien) brachten dem Publikum einen typisch argentinischen Brauch näher – das (geräuschlose) »Matetee-Schlürfen« mit einem Saugröhrchen. In einer Gemeinschaft ist dies der symbolische Ausdruck für gutes Einvernehmen und Freundschaft. Zudem bot ein Paar mit »Chacarera« und »Gato« zwei temperamentvolle argentinische Tänze dar, gefolgt von Liedern durch die Solistin Lucrecia Sotelo mit ihrer Gitarre. Drei junge Paare einer Aschaffenburger Tanzschule legten anschließend noch einen Cha-Cha-Cha und einen Tango aufs Parkett.

Den Höhepunkt des Abends markierte das vom kurpischen Folklore Ensemble »Zarniatzi« aus Czarnia (Polen) aufgeführte Theaterstück »Die kurpische Hochzeit – Der Umzug der Braut zum Bräutigam«. Die 26 Jugendlichen in ihren Trachten zeigten eine bunte Mischung aus Aktion, Musik, Gesang sowie traditionellen Tänzen. Als Zugabe wagten sie zusammen mit Partnern aus dem Publikum erste kurpische Tanzschritte. Das Fest klang aus mit dem in Deutsch, Polnisch und Spanisch vorgetragenen Mottolied zum Weltjugendtag »Venimus adorare eum?«

helge

Sulzbacher Bläserjugend beweist großes Können

Dreifacher Erfolg beim Bundesbezirksmusikfest Zirndorf

Main-Echo, 22. Juni 2005

Sulzbach. 78 Jungen und Mädchen der Bläserjugend des Musikvereins »Edelweiß« Sulzbach besuchten am vergangenen Wochenende das Bundesbezirksmusikfest des Nordbayerischen Musikbundes in Zirndorf bei Nürnberg. Mit drei Gruppen stellten sie sich beim Wertungsspiel der Jury. Alle drei Ensembles schnitten ausgezeichnet ab.

Das Jugendblasorchester (musikalischer Leiter Winfried Rehse) erreichte in der Unterstufe mit den Stücken »Olympic Tune« (T. Berghoff) und »The Castle of Bray« (Kees Vlak) 93 Punkte und damit das bestmögliche Prädikat »mit ausgezeichnetem Erfolg teilgenommen«. »Klangheit, Klangorganisation, technisches Spielvermögen sowie die rhythmische Ausarbeitung waren vorzüglich«, urteilte die Jury. Vor allem Intonation und harmonische Struktur des 36-köpfigen Orchesters wurden gelobt.

Das Vororchester des Sulzbacher Musikvereins konnte mit »The Merry Clockmaster« (Luigi di Ghisallo) und »La Cucaracha« (J. Higgins) überzeugen. Die 18 jungen Talente – ebenfalls von Winfried Rehse geleitet – erreichten in der Grundstufe 83 Punkte und damit das Prädikat »mit sehr gutem Erfolg teilgenommen«. Als ein »Ensemble mit schon beachtlichen Fähigkeiten im Zusammenspiel und in der rhythmischen und technischen Wiedergabe der gewählten Literatur« wurde es von der Jury gelobt. In Klangqualität und Dynamik gebe es noch Entwicklungspotenzial.

Als dritte Gruppe trat unter Leitung von Andreas Fath die Bläserklasse an. Sie trug »Winter Ade« (Arr. Winfried Rehse) und »Essential Elements« (J. Higgins) vor. Die 24 Mädchen und Jungs erlernen erst seit September 2004 gemeinsam ihre Instrumente. Beim Wertungsspiel erreichten sie mit 80,33 Punkten bei ihrem 1. Wertungsspiel auf Anhieb das Prädikat »mit gutem Erfolg teilgenommen«. Auch die Jury erkannte in dem Spiel der Bläserklasse »eine gute Grundlage bläserischer Ausbildung«.

Der Musikverein will heuer zum 4. Mal eine Bläserklasse starten. Hierzu findet am heutigen Mittwoch um 17 Uhr in den Räumen des Musikvereins in der Braunwarthsmühle eine Informationsveranstaltung für interessierte Kinder und ihre Eltern statt. Es können verschiedene Instrumente ausprobiert werden. Musiklehrer des Vereins stehen für Fragen bereit.

red

Urkunden und Medaillen für sehr gute Leistungen

Kreativität wird beim Jugendkulturpreis belohnt

Main-Echo, 13. Juni 2005

Kreis Miltenberg. Die Preisträger des Jugendkulturpreises erhielten wieder eine Urkunde und eine Medaille, die als Unikat von Cora Leimeister (Wörth) gestaltet wurde.

Der zweite Preis ging an Lisa Becker (Elsenfeld), Ann-Kathrin Berninger (Walldürn), Verena Hock (Miltenberg), Stefan Ravnikar (Miltenberg), Michael Geiger (Külsheim), das Duo Franziska (Sulzbach) und Lisa Kehrer (Ringheim) (Anm. des Webmasters: Bei Franziska Richter, die in unserem Orchester mitspielt, wurde der Nachname vergessen; ihr und ihrer Kollegin Lisa gratulieren wir recht herzlich zu dem Erfolg) und das Bläserensemble Verena Hock, Judith Nagel, Daniela und Carolin Ziegler (alle Miltenberg). Den dritten Preis bekamen Paul und Regina Roßmann (Eschau), Lisa Zöller (Wörth), Ralf Hauenschild (Obernburg), Loretta Meister (Amorbach), das Bläserduo Verena Hock und Sven Packhäuser (Miltenberg), das Bläserduo Fabian König und Tobias Ravnikar (Großheubach/Miltenberg), das Bläser-Ensemble Michael Geiger (Külsheim), Juliane Demel (Miltenberg), Stefan Ravnikar (Miltenberg) und das Jugendstreichorchester der Musikschule Obernburg.

cs

Mömlinger und Sulzbacher in München erfolgreich

Bayerisches Landesmusikfest mit 11000 Teilnehmern

Main-Echo, 09. Juni 2005

Mömlingen. Das 10.bayerische Landesmusikfest ging jüngst in München über die Bühne. Knapp 300 Blasorchester mit 11000 Musikern hatten an fünf Tagen in der Landeshauptstadt musiziert. Mit von der Partie waren die Mümlingtal-Musikanten aus Mömlingen und der Musikverein »Edelweiß« Sulzbach (wir berichteten). Sie nahmen mit Erfolg an einem Wertungsspiel teil.

Zum Finale am Sonntag trafen sich Blasmusikkapellen und Fanfarenzüge auf dem Gelände der Bundesgartenschau. Ministerpräsident Edmund Stoiber ging auf die Bedeutung der Laienmusik für die Völkerverständigung im vereinten Europa ein. Gleichzeitig diene die Blasmusik dazu, die bayerische Identität zu bewahren und zu stärken.

Bläser aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen an dem europaweit größten Musikfest teil. Außerdem waren Gäste aus Ungarn, Tschechien, Italien, Österreich und aus den USA angereist. Auf Open-Air-Bühnen zwischen Hofgarten und Marienplatz sowie auf dem Gelände der Bundesgartenschau fanden Events statt. Ein Höhepunkt war die »Night with Proms«, bei der sich das Sinfonische Blasorchester des Musikbunds von Ober- und Niederbayern zusammen mit großem Chor und bekannten bayerischen Künstlern wie dem Saxofonisten Klaus Kreuzeder und Hans-Jürgen Buchner von »Haindling« präsentierte.

Beim Wertungsspiel stellten sich die Musikvereine einer Jury. Das Sinfonische Blasorchester des Musikvereins Sulzbach errang die Auszeichnung »mit ausgezeichnetem Erfolg«. Die Mümlingtal-Musikanten erhielten das Prädikat »mit sehr gutem Erfolg«.

Auf dem Programm des Landesmusikfests standen mehrere Stilrichtungen – von der Volks- und Marschmusik über Klassik, Bigband-Swing bis zu fetzigem Night-Groove. »Wir wollen die Blasmusik auf eine breite Basis stellen und zeigen, dass sie nicht nur mit Volksmusik gleichzusetzen ist«, so Manfred Ach, Präsident des Bayerischen Blasmusikverbands. Blasmusik stehe auch für Konzert-Musik auf höchstem Niveau.

Der Bayerische Blasmusikverband zählt über 100000 Mitglieder in 2300 Blaskapellen und Spielmannszügen. Hiervon sind alleine 900 Vereine mit 37000 Musikern im Nordbayerischen Musikbund organisiert, dem auch die Mömlinger und Sulzbacher angehören. Der Nordbayerische Musikbund wird 2007 das deutsche Bundesmusikfest in Würzburg ausrichten. Hierzu werden rund 15000 Musiker erwartet.

red