Höchste Anforderungen erfüllt

Musik: »Symphonie in Blech« in der überfüllten Frankenhalle – Benefizkonzert des Rotaryclubs Obernburg

Main-Echo, 30. November 2010

Das 45-köpfige symphonische Blasorchester Sulzbach erfüllte unter Winfried Rehse höchste Anforderungen. Foto: Wolfgang Tulaszewski
Das 45-köpfige symphonische Blasorchester Sulzbach erfüllte unter Winfried Rehse höchste Anforderungen.
Foto: Wolfgang Tulaszewski

Erlenbach  Der Rotaryclub Obernburg präsentierte als zweites Benefizkonzert eine »Symphonie in Blech« in der überfüllten Frankenhalle. Das 45-köpfige symphonische Blasorchester Sulzbach erfüllte unter Winfried Rehse höchste Anforderungen und hinterließ einen glänzenden musikalischen Eindruck.
Das internationale Programm bot Klassisches und Unterhaltsames aus sieben Nationen. Schon Jacques Offenbachs farbige und gefühlvolle Klänge aus dessen Operette »Orpheus in der Unterwelt« machten die Hörer neugierig. Homogenes Holz und Blech gestalteten Bert Appermonts »Jericho« als alttestamentliches, dramatisches Geschehen. Schmetternde Trompeten und einstürzende Mauern unterstrichen die biblische Darstellung des Belgiers mit orientalischen Einschüben.
Sein Zeitgenosse Jacob de Haan, geboren 1959, komponierte mit »The Fields« eine reizende niederländische Landschaftsschilderung, die mit viel Beifall aufgenommen wurde. Begeisterung löste natürlich der »Florentiner Marsch« des tschechischen Altmeisters Julius Fucik aus, der flott und rhythmisch meisterhaft geblasen wurde.
Etwas akademisch wirkte dagegen David Shaffers »Cantus Jubilante« aus den USA, dessen Melodik dennoch gut gefiel und mit viel Holz verbrämt wurde. Das bekannte Konzertstück »In 80 Tagen um die Welt« des Österreichers Otto M. Schwarz war von dem französischen Romancier Jules Verne inspiriert.

Neu: »Lord Tullamore«
Neu im Repertoire des Eliteorchesters fand sich »Lord Tullamore« des Irländers Carl Wittrock mit seinen bezaubernden Flöten-, Saxophon- und Oboensoli. Natürlich ging es hier auch um Whisky. Selbst ein Musical-Medley erklang während des Wohltätigkeitskonzerts. Die Tondichter der ins Ohr gehenden »Elisabeth«-Melodien, Michael Kunze und Silvester Levay, beide gegen Kriegsende geboren, beendeten die erfolgreiche Veranstaltung, die mit Kurzreferaten über die derzeitigen Aufgaben und Ziele der Obernburger Rotarier, wie Verhütung der Kinderlähmung durch rechtzeitige Impfung, Kinder-Rumänienhilfe im Wohnheim, Beschaffung von Shelterboxen für Überlebende von Katastrophen sowie Suchtprävention in Schulklassen gegen Rauchen und Komasaufen unterbrochen wurde. Charmant und souverän moderierte Martina Fehlner (Aschaffenburg) den Abend.

Wolfgang Tulaszewski

Engagement unterstützen

Spende: Raiffeisen-Volksbank Miltenberg verteilt 16 600 Euro an 25 Vereine und Einrichtungen aus dem gesamten Landkreis

Main-Echo, 29. November 2010

Über Spenden von insgesamt 16 600 Euro freuten sich Vertreter aus 25 Vereinen, Verbänden, Schulen und kirchlichen Einrichtungen aus dem Landkreis Miltenberg. Foto: Manfred Seemann
Über Spenden von insgesamt 16 600 Euro freuten sich Vertreter aus 25 Vereinen, Verbänden, Schulen und kirchlichen Einrichtungen aus dem Landkreis Miltenberg.
Foto: Manfred Seemann

Kreis Miltenberg  Eine Einrichtung mit sozialem Auftrag, die auch das Ehrenamt fördert, ist der Gewinnsparverein der Raiffeisen-Volksbank Miltenberg. Mit Zweckerträgen von 16 600 Euro unterstützt der Verein zum Jahresende erneut 25 Vereine, Verbände, Schulen und kirchliche Einrichtungen aus dem Landkreis Miltenberg.
Bei einer kleinen Feierstunde wurden die Spenden am Donnerstag im Churfrankensaal der Hauptstelle am Berliner Platz übergeben. Im Geschäftsgebiet seiner Bank sorgten zahlreiche gemeinnützige Vereine und Organisationen für ein pulsierendes Leben, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Hans-Martin Blättner. »Sie setzten in vorbildlicher Weise mit hohem ehrenamtlichen Engagement Traditionen fort und geben Erfahrungen an die nächsten Generationen weiter.« So würde das kulturelle Angebot in vielfältiger Art und Weise bereichert. Diesen großartigen Initiativen, ob in Sport- und Kulturvereinen, Schulen, Kindergärten oder sozialen und karitativen Institutionen in den Kreisgemeinden der Region fühle sich die genossenschaftliche Raiffeisen-Volksbank seit vielen Jahren verbunden und sei gerne bereit, diese immer wieder zu unterstützen.

Gewinnsparen als Grundlage
Grundlage für solche Hilfen sind laut Blättner das Gewinnsparen als eine attraktive Kombination von Gewinnen und Sparen. Auch heuer sei aus diesem Spartopf ein beachtenswerter Überschuss übrig, von dem nun jeweils wohltätige und gemeinnützige Einrichtungen profitieren. 2010 wurden mit den bereits ausgeschütteten Teilbeträgen im Laufe des Jahres insgesamt rund 45 350 Euro aus den Zweckerträgen des Gewinnsparvereins verteilt. Die Empfänger der Spenden, die zwischen 250 Euro und 2500 Euro liegen, werden diese für ihre Arbeit oder diversen Projekte einsetzen. Die Stadt Amorbach will das Geld für weitere Grabungsarbeiten an der Gotthardsruine verwenden und das Kreisaltenheim Amorbach will das Projekt Sprachenbegleiter-Ausbildung unterstützen. Der Gesang- und Musikverein Eintracht Mechenhard finanziert Musikinstrumente für den Nachwuchs und die katholische Kirchenstiftung Weilbach wird in seiner Bücherei einen Lesekoffer für Kinder beschaffen. Der Turnverein Erlenbach will mit der Spende seine 15 Turn- und Tanzgruppen mit einer Bodenmatte ausstatten und die katholische Kirchenstiftung Großheubach will das Geld für den Unterhalt der Altenstube im Pfarrjugendheim einsetzen. Der VdK Sulzbach unterstützt die Treffen von Behinderten und Nichtbehinderten und die Gemeinde Röllbach finanziert Ruhebänke vor dem historischen Rathaus. Von der Freiwilligen Feuerwehr Kleinheubach wird der Betrag zur Finanzierung eines Defibrillators eingesetzt und der Evangelische Diakonieverein Kleinheubach will die Neuauflage einer Informationsbroschüre finanzieren. Neben dem Carneval-Club Dorfprozelten haben weitere Spenden erhalten: Die Sulzbacher Konzertwochen, der Reiterverein Miltenberg, die Freiwillige Feuerwehr Erlenbach, Main-Ehrenamt Erlenbach, Schützenverein Schneeberg, Bushido Amorbach, Freiwillige Feuerwehr Schippach, Tennisclub Großheubach, Freundeskreis Motettenchor Miltenberg, Blasmusikfreunde Eisenbach, Turnverein Kirchzell, Musikverein Edelweiß Sulzbach, Musikverein Rüdenau, und Musikverein Frisch auf Großheubach.

Manfred Seemann

„Spall wünscht sich noch bessere Prüfungsleistungen“

Nordbayerischer Musikbund: Kreisverband Miltenberg will Jugendblasorchester Churfranken stärker besetzen

Main-Echo, 23. November 2010

Klingenberg-Trennfurt  Fünf Musikvereine aus dem Landkreis Miltenberg sind im Kreisverband Miltenberg des Nordbayerischen Musikbund organisiert. Am Samstag trafen sich die Vorstände zur Jahresversammlung im Trennfurter Pfarrheim St. Josef.
Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel gratulierte den Vereinen zu ihrer guten Jugendarbeit und -förderung. Immerhin könne sich der Kreisverband mit einem Jugendanteil von 73 Prozent zu den jungen Verbänden zählen. Ihm sei die musikalische Erziehung des Nachwuchses besonders wichtig, in den Schulen komme dies oft zu kurz.

Besserer Versicherungsschutz
Doch für die Jugendförderung ist die finanzielle Unterstützung wichtig, um die Ausgaben des Nachwuchses möglichst gering zu halten. Bezirk, Landkreis und Staat sichern im nächsten Jahr wieder ihre finanzielle Unterstützung zu. Walter Zöller, Vorsitzender des Kreisverbandes, ist ebenfalls stolz auf die starke Jugendarbeit im Verband. Auch Sulzbach, mitgliedsstärkster Verein im Kreisverband, konnte den Anteil der Jugendlichen von 179 im letzten Jahr sogar noch auf 190 erhöhen. Außerdem konnte der Versicherungsschutz für die Musiker verbessert werden. Der Nordbayerische Musikbund hat alle Verträge noch einmal überprüfen lassen und nun verbesserte Leistungen ausgehandelt.

Keine Punkte verschenken
Im Vordergrund standen jedoch die guten Leistungen der Prüflinge der D1 – D3 Prüfungen. Jürgen Spall, Kreisdirigent, wies die Vorstände allerdings darauf hin, dass er sich eine noch intensivere Vorbereitung der Vereine für die Prüfungen wünsche. Es sei zwar »Jammern auf hohem Niveau«, da die meisten Anwärter sehr gut vorbereitet seien und zwei Kandidatinnen in diesem Jahr mit 1,0 abschließen konnten, aber einige verschenkten trotzdem wertvolle Punkte, die sie mit gezielterer Vorbereitung auch noch bekommen könnten. Als Neuerung wies er auf das neue Übungsheft mit Hörbeispielen sowie die online gestellte Theorieprüfung zum Üben hin. Ein wichtiges Anliegen der Vereine ist das Jugendblasorchester Churfranken, das bereits 2007 gegründet wurde. Das Jugendblasorchester kommt aus den interessierten Mitgliedern der Vereine ein Mal im Jahr zu einem Probewochenende und anschließenden Konzerten zusammen. Leider konnten sich im Jahre 2009 nur 26 Mitglieder finden. Hier wird sich der Kreisverband in Zukunft noch stärker Gedanken machen, wie man Jugendliche noch zu diesem zusätzlichen Ensemble bestärken kann. Die anwesenden Vorstände führten eine lebhafte Diskussion über eine Lösungsmöglichkeit, werden aber noch weitere Gespräche führen müssen.

Nicht entmutigen lassen
Werner Höhn, Bezirksvorsitzender, appellierte im Anschluss noch: »Lassen Sie sich nicht entmutigen.« Natürlich gibt es in der Vereinsarbeit immer mal wieder kleine oder größere Probleme, wie beispielsweise das Verbot, vorhandene Originalnoten zu Übungszwecken zu kopieren, aber trotzdem lasse sich immer eine Lösung finden. Den Abschluss bildete eine Vorstellung der Konzerttermine im nächsten Jahr. Anschließend tauschten sich die Vereinsvertreter noch über allgemeine Probleme ihrer Funktionärsarbeit aus. Es werde immer schwieriger, mit den Kindern einen Probetermin für ihre Ensembles zu finden, da sie neben der Schule noch andere Hobbys haben. Doch auch die Frage, wie die NBMB-Führungsebene in zehn Jahren aussehen wird, wurde diskutiert.

Lisa Klein

Können an Tuba und Trompete bewiesen

Leistungsprüfungen: 34 Jungmusiker erreichen Abzeichen

Main-Echo, 20. Oktober 2010

Kreisdirigent Jürgen Spall (rechts) gratuliert dem Trompeter Mario Albrecht (links) und dem Klarinettisten Lukas Almritter zum goldenen Leistungsabzeichen. Foto: privat
Kreisdirigent Jürgen Spall (rechts) gratuliert dem Trompeter Mario Albrecht (links) und dem Klarinettisten Lukas Almritter zum goldenen Leistungsabzeichen.
Foto: privat

Kreis Miltenberg  Die jungen Blasmusiker des Kreisverbandes Miltenberg im Nordbayerischen Musikbund haben an den vergangenen Wochenenden musikalische Erfolge erzielt.

Die Musiker hatten sich unter der Leitung von Kreisdirigent Jürgen Spall und der Fachausbilder Jörg Fischer (Querflöte, Klarinette, Saxofon, Oboe, Fagott), Wilco Grootenboer (Trompete, Waldhorn) sowie Thomas Martin (Tenorhorn, Euphonium, Posaune, Tuba) intensiv in Theorie und Praxis vorbereitet. Die Leistungsprüfungen fanden in Wörth statt.

Nachprüfung für zwei Musiker
Zwei Musiker müssen sich einer Nachprüfung unterziehen. Das goldene Leistungsabzeichen wurde mit einem abschließenden Lehrgang und Prüfung an der Bayerischen Musikakademie in Alteglofsheim (bei Regensburg) beendet. Kreisvorsitzender Walter Zöller und Kreisdirigent Jürgen Spall überreichten an folgende Teilnehmer die Urkunden und Abzeichen: Gold für die Leistungsprüfung D3 ging an Mario Albrecht (Trompete, MV Mümlingtal Mömlingen) und Lukas Almritter (Klarinette, MV Edelweiß Sulzbach). Silber für die Leistungsprüfung D2 erreichten Christian Burkhard (Saxofon, Rebläuse Bürgstadt), Franziska Höcker (Waldhorn), Hannah Kiesel (Querflöte), Annika und Katharina Kluin (Waldhorn und Trompete, alle Sulzbach), Joshua Längle (Saxofon, MV Trennfurt), Iris und Tina Reis (beide Klarinette, Sulzbach), Oliver Stich (Saxofon, Bürgstadt), Judith Vornberger (Querflöte), Adrian Weis (Waldhorn, beide Sulzbach) und Franziska Zöller (Klarinette, Trennfurt).
Die Leistungsprüfung D3 (es muss natürlich D1 heißen, Anm. des Webmasters) (Bronze) absolvierten Fabian Becker (Posaune, Trennfurt), Leon Bein (Saxofon), Nadine Bernard (Klarinette), Carmen Glaser (Oboe), Marvin Gruber (Klarinette), Laura Hillenbrand (Klarinette, alle Sulzbach), Vincent Hofmann (Klarinette, Bürgstadt), Anna-Maria Hohmann (Klarinette, Trennfurt), Carolin Holtz (Fagott, Bürgstadt), Anna Hummel (Klarinette, Trennfurt), Lars Kaiser (Tuba), Andrea Raab, Francesca Reis (beide Klarinette, alle Sulzbach), Maren Rudolf (Klarinette, Bürgstadt), Anja Salwender (Klarinette, Trennfurt), Isabell Schmitz (Oboe, Sulzbach), Eva Tabery (Querflöte, Bürgstadt), Alessa Thill (Euphonium, Sulzbach), Gabriel Ühlein (Posaune, Trennfurt) und Amelie Vornberger (Klarinette, Sulzbach).

red

Musiker auf Reisen: Urrugne/Frankreich

Bayerische Blasmusik, Oktober 2010

Foto: privat
Foto: privat

Das Jugendblasorchester des Musikvereins Edelweiß Sulzbach reiste ins französisch-spanische Grenzgebiet am Atlantik. Auf Einladung von Urrugne, Partnergemeinde von Sulzbach, durften die 30 Jugendlichen die Sommerferien vorziehen. Touristische Attraktionen im Umland, Sport, Spiel und viel Musik standen auf der Tagesordnung. Bei Konzerten mit dem Jugendblasorchester des französichen Partnervereins Zarpai Banda sowie gemeinsame mit einer baskischen Volkstanzgruppe gestalteten Open-Air-Veranstaltungen zeigte sich wieder einmal die verbindende Wirkung der Musik.

„Edelweiß“ spielt in Frankreich auf

Main-Echo, 09. August 2010

frankreich2010Sulzbach/Hendaye  Bereits seit 1977 besteht zwischen dem Musikverein (MV) „Edelweiß“ Sulzbach und der Musikgruppe „Zarpai Banda“ aus dem Städtchen Hendaye im französischen Baskenland eine enge Freundschaft. Dies war für die Sulzbacher Musiker Anlass zu einem Besuch des Jugendblasorchesters beim Partnerverein an der 1400 Kilometer entfernten Atlantikküste. Neben einem abwechslungsreichen Besichtigungs- und Erlebnisprogramm war auch deutsch-französisches Musizieren mit der Musikkapelle „Urrunarak“ aus Urrugne angesagt: Die Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes, der Empfang im Rathaus oder lockere Musik bei Tanz und Wein machten die Tage in Frankreich zum Erlebnis. Als Höhepunkt fanden sich die Edelweiß-Musiker im Zentrum von Hendaye zum gemeinsamen Konzert (Foto) mit den Gastegebern zusammen.

helge/Foto:privat

Edelweiss défend le jumelage

Sud Ouest, 28. Juli 2010

Un groupe musical jeune venu découvrir le Pays Basque. Foto: B.L.
Un groupe musical jeune venu découvrir le Pays Basque.
Foto: B.L.

Le groupe Edelweiss est arrivé à Urrugne, après plus de 14 heures de car et une visite du bassin d’Arcachon, pour fêter en musique le 30e anniversaire du jumelage avec la ville de Sultzbach (en Bavière). En tout, une trentaine de jeunes de 10 à 19 ans, accompagnés de 9 adultes, sont venus montrer l’étendue de leur talent et la diversité de leur répertoire.

Un programme d’une semaine bien rempli puisqu’ils se produisent à Irun, Hendaye et Urrugne. « Chaque pays à une façon bien particulière d’interpréter les œuvres et c’est très intéressant pour nous d’échanger nos impressions. Edelweiss est un groupe associatif qui compte quatre orchestres et plus de 100 adhérents. En Bavière, les enfants sont encore à l’école mais c’était l’occasion pour eux de découvrir d’autres horizons et de faire perdurer cette mémoire et ce lien fort entre nos deux villes, » souligne Winfried Rehse, professeur de mathématique et chef d’orchestre du groupe.

Edelweiss dégage une sympathie évidente, un besoin constant de rappeler à la jeunesse des deux communes que le jumelage est une chose importante à conserver.

Übersetzung dieses Artikels von Julia Woller

Edelweiss verteidigt die Partnerschaft
Der Musikverein Edelweiss ist nach mehr als 14 Stunden Busfahrt und dem Besuch der Bucht von Arcachon in Urrugne angekommen, um auf musikalische Art und Weise die 30-jährige Partnerschaft zwischen Sulzbach und Urrugne zu feiern. Etwa 30 Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren, begleitet von 9 Erwachsenen sind angereist um ihr breites Talent und die Vielfältigkeit ihres Repertoires zu zeigen.
Das einwöchige Programm war gut ausgefüllt und führte sie nach Irun, Hendaye und Urrugne. „Jedes Land hat eine besondere Art und Weise um Musikstücke zu interpretieren und es ist äußerst interessant für uns diese Eindrücke auszutauschen. Edelweiss ist ein Verein, der 4 Orchester und über 100 aktive Mitglieder zählt. In Bayern haben die Kinder eigentlich noch Schule, aber dies ist eine Möglichkeit für sie ihren Horizont zu erweitern, die Verbindung unserer beiden Gemeinden zu festigen und durch die gemeinsamen Erinnerungen fortbestehen zu lassen.“ betont Winfried Rehse, Mathematiklehrer und Dirigent.
Edelweiss löste eine Welle der Sympathie aus, eine Notwendigkeit sich an die Jugend der beiden Gemeinden zu erinnern, deren Partnerschaft eine wichtige, schützenswerte Angelegenheit ist.

„Junge Musiker schaffen ersten Etappensieg“

Main-Echo, 17. Juli 2010

Sulzbach  Seit einigen Jahren bietet die Nordbayerische Bläserjugend ihren Nachwuchsmusikern die Möglichkeit, bei der neu eingeführten Juniorprüfung ihr musikalisches Können unter Beweis zu stellen. 22 Kinder der Bläserklassen 2007/09 in der Herigoyen-Volksschule Sulzbach stellten sich am Donnerstag dieser ersten Herausforderung ihrer Musikkarriere.

Erster Verein im Landkreis
Im Landkreis Miltenberg ist der Musikverein Sulzbach der erste Verein, der diese neue Prüfungsform eingeführt hat. Die Prüfung besteht aus zwei Abschnitten: Im theoretischen Teil werden das Wissen um Notennamen, Vorzeichen, Noten- und Pausenwerte, Taktarten und Tonleitern abgefragt. Auch die Gehörbildung wird in Form von Rhythmus- und Tonhöhenerkennung geprüft. Der wichtigste Teil jedoch ist das praktische Vorspiel, in dem die Prüflinge einzeln oder paarweise zwei Tonleitern und zwei Stücke unterschiedlichen Charakters vortragen.

Künftig unter neuem Namen
Diese neue Art der vereinsinternen musikalischen Leistungsprüfung entspricht dem natürlichen Wunsch der Kinder vorzuspielen. Weiterhin soll die Juniorprüfung die Nachwuchsmusiker an Art und Umfang der D1- und D2- Prüfungen heranführen. Ziel ist auch die Motivation der Kinder zum Üben sowie ein erstes Abzeichen als Beweis, dass sie in die Gemeinschaft der Blasmusiker aufgenommen sind. Die Juniorprüfung bedeutet außerdem den Abschluss der Bläserklassenzeit, da das Orchester künftig unter dem Namen »Schülerorchester« auftreten wird.

Die erfolgreichen Musiker
Die Juniorprüfung mit Erfolg abgelegt haben Lara Sommer, Anne Franz, Franziska Wirth, Giuliana Gado, Luis Dölger, Christopher Kunz, Felix Sauer, Timo Kuhn, Lena Kuhn, Lisa Kuhn, Hannah Winter, Emma Zschäbitz, Lea Helfrich und Antonio Stenger. Das bestmögliche Prädikat »mit ausgezeichnetem Erfolg teilgenommen« konnten David Wright, Yannik Buhleier, Amelie Vornberger, Laura Hillenbrand, Ronja Daub, Carmen Glaser, Francesca Reis und Isabell Schmitz für sich beanspruchen, wobei sich die beiden Letztgenannten an Klarinette sowie Oboe die Traumnote 1,0 erspielten.

helge

Großartige sinfonische Blasmusik

Bayerische Blasmusik, Mai 2010

Eine Spitzenleistung zeigte der Musikverein Edelweiß Sulzbach beim Konzert Foto: privat
Eine Spitzenleistung zeigte der Musikverein Edelweiß Sulzbach beim Konzert
Foto: privat

Musikverein Edelweiß Sulzbach: Eigentlich war kaum etwas anderes als eine erneute Spitzenleistung der Bläser vom Musikverein Edelweiß Sulzbach in der Main-Spessart-Halle in Sulzbach zu erwarten. Sie haben sich unter der Leitung von Winfried Rehse mittlerweile zu einem Klangkörper entwickelt, der als Garant für großartige symphonische Blasmusik gilt: Korrekte Einsätze, homogenes, ausdrucksstarkes Spiel ohne Intonationsschwankungen sind für die 45 Akteure, zum großen Ziel geworden. Das Programm mit vornehmlich zeitgenössischer Blasmusik machte den Abend zu einem reinen Hörvergnügen.

Die Ouvertüre zur Operette »Orpheus in der Unterwelt« von Jacques Offenbach war ein großartiges Entrée für den weiteren Konzertverlauf. Schöne Klarinetten- und Oboen-Soli, brillantes Blech, ein Stück voller knisternder Spannung, so dass der anschließende Beifall nur noch frenetisch sein konnte. Der Hörer durfte schon von Beginn an die Orchesterdisziplin bewundern, die sich auch bei Bert Appermonts beeindruckendem Werk »Jericho« zeigte sowie bei programmatischer Musik wie »Gandalf« aus der Symphonie »Der Herr der Ringe« von Johan de Meij. »In 80 Tagen um die Welt« des Österreichers Otto M. Schwarz bildete den Beginn des zweiten Teils, der mit dem Musical »Elisabeth« und schließlich »Lord Tullamore« des Niederländers Carl Wittrock seinen Lauf nahm.
Um den Nachwuchs brauchen sich die Verantwortlichen des Musikvereins Sulzbach kaum zu sorgen. Das Jugendblasorchester hinterließ mit »Tales of a Distant Star«, dem Werk des jungen Japaners Naoya Wada, und dem mehr erzählenden »West« von Flavio Bar einen glänzenden Eindruck.

Markus Rehse

Homogen und ausdrucksstark

Konzert: Akteure von Edelweiß Sulzbach laufen unter Winfried Rehse zu großer Form auf

Main-Echo, 24. März 2010

  Zeigten sich in der Main-Spessart-Halle wieder einmal von ihrer besten Seite: die Musiker von Edelweiß Sulzbach unter Regie von Winfried Rehse. Foto: Wolfgang Tulaszewski

Zeigten sich in der Main-Spessart-Halle wieder einmal von ihrer besten Seite: die Musiker von Edelweiß Sulzbach unter Regie von Winfried Rehse.
Foto: Wolfgang Tulaszewski

Sulzbach  Eigentlich war kaum etwas anderes als eine erneute Spitzenleistung der Bläser vom Musikverein Edelweiß Sulzbach in der Main-Spessart-Halle zu erwarten. Sie sind unter der souveränen Leitung von Winfried Rehse eher noch besser geworden: korrekte Einsätze, homogenes, ausdrucksstarkes Spiel ohne Intonationsschwankungen waren für die 45 Akteure, darunter 15 junge Damen, am Sonntag die Regel.

Die Musizierlaune wirkte fast ansteckend. Das attraktive Programm aus mehreren Jahrhunderten machte zusätzlich den Abend zu einem reinen Hörvergnügen. Die Ouvertüre zur Operette »Orpheus in der Unterwelt« (Jacques Offenbach) war ein großartiges Entrée für den weiteren Konzertverlauf. Schöne Klarinetten- und Oboen-Soli, herrlich der Tanz der Waschermadl, brillantes Blech, letzthin ein Stück voller knisternder Spannung, so dass der anschließende Beifall nur noch frenetisch sein konnte. Der Hörer durfte schon von Beginn an die Orchesterdisziplin bewundern, die sich auch bei Bert Appermonts beeindruckendem Werk »Jericho« zeigte.

Jericho und Herr der Ringe
Rehses Ideen zur Interpretation des Werkes mit alttestamentarischem Inhalt und lautmalerischen Passagen beim Umzug der Israeliten und dem abschließenden Mauerfall verdienten wirklich Aufmerksamkeit. Aus der Symphonie »Der Herr der Ringe« von dem bedeutenden holländischen Tondichter Johan de Meij machten sich die Sulzbacher Bläser den »Zauberer Gandalf« zu eigen und produzierten herrliche Filmmusik. Das gleiche gelang ihnen bei »In 80 Tagen um die Welt« des Österreichers Otto M. Schwarz. Das Musical »Elisabeth«, gewidmet dem Schicksal der gleichnamigen Kaiserin von Österreich, konnte auszugsweise nicht weniger gefallen.
Mit der farbigen Komposition »Lord Tullamore« des Niederländers Carl Wittrock nahm das Orchester Irland ins Visier. Es schuf mit dem Volkston auch lebendige Inselstimmung.
Um den Nachwuchs brauchen sich die Sulzbacher Symphoniker kaum zu sorgen. Das Jugendblasorchester hinterließ mit »Tales of a Distant Star«, dem Werk des jungen Japaners Naoya Wada, und dem mehr erzählenden »West« von Flavio Bar einen glänzenden Eindruck. Auch hier überzeugte Winfried Rehse als Dirigent und Orchestererzieher. Sein Bruder und Posaunist Markus Rehse erwies sich erneut als liebenswürdiger Moderator, der sachkundig durchs Programm führte.

tula