Von Buxtehude bis Bette Midler

Konzert von Songshine mit dem Symphonischen Blasorchester Sulzbach

Main-Echo, 17. Dezember 2003

Sulzbach. Überfüllt war die Kirche St. Margareta beim Adventskonzert des Gesangs- und Musicalensembles Songshine am vergangenen Wochenende. Deshalb muss sich der Veranstalter die Kritik gefallen lassen, warum er mehr Karten verkauft, als Plätze vorhanden sind.

Anm. des Webmasters: Die Einleitung dieses Artikels ist leider nicht korrekt. Zum einen handelte es sich natürlich um ein Gemeinschaftskonzert des Musicalensembles Songshine zusammen mit dem Musikverein Sulzbach und nicht um ein Konzert von Songshine alleine. Zum anderen wurden auch nicht mehr Karten verkauft, als Plätze vorhanden waren. In der Tat blieben leider viele der Besucher im Hauptschiff der Kirche stehen, wodurch sich in diesem Bereich eine Überfüllung ergab, während in den Seitenschiffen noch genügend Sitzplätze zur Verfügung standen. In unseren Informationen für die Main-Echo-Redaktion brachten wir dies aber leider nicht deutlich genug zum Ausdruck, wodurch es zu dieser fehlerhaften Meldung kam. Wir entschuldigen uns hierfür bei der Main-Echo-Redaktion und den Lesern des Main-Echos.

Bereits eine Woche zuvor war die Aufführung in der Pflaumheimer Luziakirche zu hören. Mit dabei auch das Symphonische Blasorchester aus Sulzbach mit seinen 40 Musikern, das gemeinsam mit dem Chor das Konzert »way of lights« veranstaltete.

Chor und Orchester begrüßten die Besucher mit einer Komposition, des Kirchenmusikers Dietrich Buxtehude: »Fanfare und Chorus«. Der helle Klang der Pikkolotrompeten im hohen Diskant machte auf die gute Besetzung des Orchesters aufmerksam, das neben zahlreichem Blech auch mit einem adäquaten Anteil an Holzblasinstrumenten bis hin zum Fagott ausgestattet ist. Sogar ein Streichinstrument in Form eines Kontrabasses hat es in seinen Reihen. Mit »Sonata pian e forte« des italienischen Komponisten Giovanni Gabrieli zeigten die Sulzbach unter Leitung von Winfried Rehse ihre Qualitäten. Zu loben ist auch die Moderation von Andreas Wenzel, der besinnliche Texte sprach. Gar schon etwas weihnachtlich mutete es an, als »Tochter Zion« von Händel erklang.

»Jesus bleibet meine Freude«, eine Komposition des großen Kirchenmusikers Johann Sebastian Bach, war für Songshine – an sich anderer Chorliteratur verschrieben – nicht schwierig. Das Orchester meisterte die schönen Verzierungen der Begleitmusik mit großem Einfühlungsvermögen. Die Musiker gefielen auch beim »Abendsegen« aus der Oper »Hänsel und Gretel« von Engelbert Humperdinck, innig und kindlich-fromm gesungen von Annika Eisenmenger und Verona Raab.

Einen hörbaren Trennungsstrich zog man mit den Stücken »Variazioni in blue« von Jakob de Haan und »Nobody knows«, einem Spiritual arrangiert von Zbysek Bittmar. Damit wurde der so genannte klassische Teil des Programms vorübergehend verlassen. Die Spiritual- und Gospelmusik ist die Gattung, die dem jugendlichen Songshine-Chor unter Leitung von Oliver Zahn liegt.

Zu hören war eine Hand voll dieser Gesänge aus dem religiösen Bereich der schwarzen Bevölkerung Nordamerikas: »Lean on me« von Bill Withers, »Walking in Memphis« von Marc Cohn, »Higher and higher« von Rita Coolidge und »This little light of mine«. Begleitet wurden sie von der Gospelband Thomas Bretz, Andreas Hofmann, Michael Platz und Oliver Zahn, der vom Keyboard aus dirigierte. Die Solistinnen Julia Hock, Anna Müller und Verena Raab sangen ihre Partien bravourös, mit voller Leidenschaft und Hingabe.

Sehr gut ins Programm eingebaut hieß der letzte der Gospelgesänge »From a distance« von Bette Midler. So überwand man geschickt die Distanz zu dem musikalisch ganz anderen »Die Himmel erzählen« aus dem Oratorium »Die Schöpfung« von Joseph Haydn. Chor und Orchester setzten einen großartigen Schlusspunkt des Konzerts.

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Machtvolle Klänge

Konzert der Pflaumheimer Songshine mit dem Symphonischen Blasorchester

Main-Echo, 10. Dezember 2003 (Aschaffenburger Lokalausgabe)

Großostheim-Pflaumheim. Das Gesangs- und Musicalensemble Songshine kann sich auf seine Fans verlassen: Eng aneinander saßen die Zuhörerinnen und Zuhörer beim Adventskonzert in den Bänken der Pflaumheimer Luziakirche und immer noch kamen Leute. Der Altarraum der Kirche reichte kaum für den Chor und das Symphonische Blasorchester aus Sulzbach mit seinen 40 Musikern, das mit dem Chor das Adventskonzert veranstaltete.

Eine Begrüßung durch Chor und Orchester war eine Komposition des Kirchenmusikers Dietrich Buxtehude, im Programm kurz als »Fanfare und Chorus« angegeben, im Satz von Robert King. Der helle Klang der Pikkolotrompeten im hohen Diskant machte auf die gute Besetzung des Orchesters aufmerksam, das neben zahlreichem Blech auch mit einem adäquaten Anteil von Holzblasinstrumenten bis zum Fagott ausgestattet ist und sogar ein Streichinstrument in Form eines Kontrabasses in seinen Reihen hat. Mit »Sonata pian e forte« des italienischen Komponisten Giovanni Gabrieli zeigten die Sulzbacher unter Leitung ihres Dirigenten Winfried Rehse ihre musikalischen Qualitäten. Gleich zu Beginn ist auch die Moderation von Andreas Wenzel zu loben, der besinnliche Texte sprach.

Gar schon etwas weihnachtlich mutete es an, als mit »Tochter Zion« von G. F. Händel, das nach einem festlichen Vorspiel der große Songshine-Chor zusammen mit dem Orchester machtvoll erklang. Diese Melodie hörte man später noch einmal als eine der Zugaben.

»Jesus bleibet meine Freude«, eine Komposition des großen Kirchenmusikers J. S. Bach, war für Songshine, an sich anderer Chorliteratur verschrieben, keine Schwierigkeit. Das Orchester meisterte die schönen Verzierungen der Begleitmusik mit großem Einfühlungsvermögen. Gut gefallen hat das Orchester auch beim »Abendsegen« aus der Oper »Hänsel und Gretel« von Engelbert Humperdinck, innig und kindlich-fromm gesungen von Annika Eisenmenger und Verona Raab.

Einen hörbaren Trennungsstrich zogen die Musiker mit den Stücken »Variazioni in Blue« von Jakob de Haan und »Nobody knows«, einem Spiritual im Arrangement Zbysek Bittmar. Damit wurde der so genannte klassische Teil des Programms vorübergehend verlassen und die mehr oder weniger heißen Rhythmen der Spiritual- und Gospelmusik eingeleitet. Diese Musik ist die Gattung, die dem jugendlichen Songshine-Chor unter Leitung des Vollblutmusikers Oliver Zahn liegt und so auch entsprechend interpretiert wurde.

Eine Hand voll dieser Gesänge aus dem religiösen Bereich der schwarzen Bevölkerung Nordamerikas mit den Titeln »Lean on me« von Bill Withers, »Walking in Memphis« von Marc Cohn, »Higher and higher« von Rita Coolidge und »This little light of mine« zum größten Teil im Satz von Oliver Zahn, begleitet von der Gospelband Thomas Bretz, Andreas Hofmann, Michael Platz und Oliver Zahn, der vom Keyboard aus dirigierte, füllten diesen Teil des Programms. Die Solistinnen Julia Hock, Anna Müller und Verena Raab sangen ihre Partien bravourös mit voller Leidenschaft und Hingabe.

Programmmäßig sehr gut eingebaut hieß der letzte der Gospelgesänge »From a distance« von Bette Middler im Satz von Oliver Zahn und schaffte so geschickt die gedankliche Distanz zu dem musikalisch ganz anderen abschließenden Werk »Die Himmel erzählen« aus dem Oratorium »Die Schöpfung« von Joseph Haydn im Satz von Ferdinand Habel über Chor und Orchester setzten damit einen großartigen Schlusspunkt des Konzerts. Langer Applaus und immer häufiger werdende Pfiffe der Begeisterung erklatschten die Zugaben: »Joy to the world« (Freude in der Welt) nach einem Thema von G. F. Händel von Lowell Mason komponiert und, wie schon erwähnt, »Tochter Zion« von Händel.

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Ein Kommen und Gehen

Jahresbilanz von Songshine Pflaumheim

Main-Echo, 09. Dezember 2003

Großostheim-Pflaumheim. Nach dem vorübergehenden Aufnahmestopp hat das Gesangs- und Musical-Ensemble Songshine seit Mitte des Jahres wieder zwei neue Mitglieder aufnehmen können, aber auch fünf Austritte registrieren müssen, informierte Vorsitzender Wolfgang Knecht in der Jahresversammlung.

    Die Statistik weise 129 Mitglieder aus, darunter 76 aktive Sängerinnen und Sänger seien. In seinem Rückblick erinnerte Knecht an die Auftritte und Veranstaltungen mit Premieren der »Dance-Group« und der Band »Twelve Attack«, beides Formationen von Songshine.

Aktuelle Themen seien das Adventskonzert am dritten Advent in der Sulzbacher Kirche mit dem Symphonischen Blasorchester Sulzbach. Hinzu komme die musikalische Ausgestaltung der Weihnachtsfeier der Belegschaft des Marktes Großostheim, führte Knecht aus. Am 20. März 2004 ist Songshine an einer Musikgala in der Bachgauhalle beteiligt. Geplant sei bereits ein Chorwochenende in Maroldsweisach.

Mit den Adventskonzerten »Way of Lights« beschäftigt sich Chorleiter Oliver Zahn derzeit so stark, dass er gleich damit anfing: Damit wolle man weitere Höhepunkte im ablaufenden Jahr setzen (Anm. des Webmasters: Bei den „Way of Lights“-Konzerten handelt es sich um die von Songshine und dem Musikverein Sulzbach gemeinsam veranstalteten Adventskonzerten vom 07. und 14.12.2003). Für das neue Jahr möchte Zahn schwerpunktmäßig das vorhandene Repertoire der ABBA-Lieder weiter ausbauen und bekannte Beatles-Lieder in das Chorprogramm aufnehmen. Auch die bis Mitte Mai tätig gewesene männliche A-cappella-Gruppe soll wieder aktiviert werden, plant der musikalische Leiter.

    Kassiererin Bianca Dietzel konnte im geprüften Jahresabschluss ein Guthaben vorzeigen und auch das Protokoll der Schriftführerin Katrin Schlett fand Zustimmung.

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Fleißiges Üben mit Edelmetall belohnt

Zweimal Gold für Jungmusiker Hock und Höcker

Main-Echo, 29. November 2003

Kreis Miltenberg. Das fleißige Üben hat sich für 38 junge Blasmusiker des Kreisverbandes Miltenberg im Nordbayerischen Musikbund (NBMB) ausgezahlt: Bei den Leistungsprüfungen an den vergangenen Wochenenden vergaben die Juroren zweimal Gold, neunmal Silber und 30-mal Bronze.

Mit Gold haben Andreas Hock und Anna-Lena Höcker aus Sulzbach die Leistungsprüfung an der Musikakademie in Hammelburg bestanden. Kreisdirigent Jürgen Spall (rechts) überreichte den Jungmusikern die Urkunden.
Mit Gold haben Andreas Hock und Anna-Lena Höcker aus Sulzbach die Leistungsprüfung an der Musikakademie in Hammelburg bestanden. Kreisdirigent Jürgen Spall (rechts) überreichte den Jungmusikern die Urkunden.

Mit herausragenden Darbietungen an der Querflöte errang Anna-Lena Höcker vom Musikverein »Edelweiß« Sulzbach beim abschließenden Prüfungslehrgang an der Bayerischen Musikakademie in Hammelburg das goldene Leistungsabzeichen (D3). Die gleiche Auszeichnung erhielt ihr Vereinkamerad Andreas Hock für seine virtuosen Vorträge am Alt-Saxophon.

Die Leistungsprüfung D2 (Silber) bestanden Ramona Breitenbach (Klarinette, »Fränkische Rebläuse« Bürgstadt), Rebecca Fries, Frauke Neeb, Felicitas Rohleder (Klarinette, alle Musikverein Trennfurt), Sabine Eisenträger (Querflöte), Markus Hein (Schlagzeug), Maximilian Höcker (Trompete, alle Sulzbach), Elisabeth Krall (Klarinette), Katja Krall und Melanie Spät (Querflöte, alle Young Symphonics Wörth).

Bronze erspielten sich in der Leistungsprüfung D1: Ramona Breitenbach (Alt-Saxophon), Moritz Herrmann (Tenor-Saxophon, beide Bürgstadt), Julia Buchert (Posaune), Verena Hohm, Linda Klotz (beide Querflöte), Elisa Kühnapfel (Trompete), Carolin Muth, Dominique Ritter (beide Klarinette, alle Mümlingtal-Musikanten Mömlingen), Miriam Baumgartl, Nicole Brauner (beide Klarinette), Verena Herrmann, Katharina Kuhn (beide Querflöte), Christian Lang (Schlagzeug), Jana Reis (Querflöte), Lukas Reis (Waldhorn), Christina Sauerwein, Julia Schneider, Katharina Schüssler, Tamara Seitz (alle Querflöte), Maximilian Sommer (Klarinette), Michael Sommer (Schlagzeug, alle Sulzbach), Nathalie Baumeister, Marc Brunn (beide Trompete), Nathalie Fries (Querflöte), Bastian Ringlstetter, Dirk Wöber (beide Klarinette, alle Trennfurt), Christoph Burkhardt (Alt-Saxophon), Katja Krall (Querflöte), Theresa Schaper (Alt-Saxophon), Melanie Spät (Querflöte, alle Young Symphonics). Die Nachwuchsmusiker hatten sich unter der Leitung von Kreisdirigent Jürgen Spall und der Fachausbilder Martina Bergmann (Schlagzeug), Wilco Grotenboer (Trompete, Waldhorn und Posaune), Peter Jedlitschka (Querflöte) und Andreas Pötzl (Klarinette und Saxophon) intensiv in Theorie und Praxis auf die Leistungsprüfungen vorbereitet. Kreisdirigent Spall und NBMB-Kreisvorsitzender Walter Zöller überreichten den erfolgreichen Absolventen die Urkunden und Abzeichen.

Flüssig agierende Bläser

Wunschkonzert des Musikvereins »Edelweiß«

Main-Echo, 29. Oktober 2003

Sulzbach. Im Jubiläumsjahr »80 Jahre Musikverein Edelweiß« hat das Blasorchester mit mehreren Auftritten seine Entwicklung von einer Dorfkapelle zu einem sinfonischen Ensemble aufgezeigt. Den Abschluss bildete am Sonntag ein Wunschkonzert. Absicht war es, die Zuhörer in der Schulaula ins Geschehen einzubinden: Sie konnten aus 35 Titeln zehn Werke auswählen. Die Musiksparten waren Marsch, Walzer/Polka und Konzertstücke.

Das Orchester zeigte sich schon während des Einspielprogramms beweglich mit exakten Einsätzen und intonierte differenziert. Dazu verhalf ihm Dirigent Winfried Rehse mit stets klarer Übersicht. Großen Beifall heimste der erst zehnjährige Alexander Sommer ein, der mit zwei Posten aus dem Coburger Marsch sein Debüt als Solotrompeter gab.

Spannung lag in der Aula, als Moderator Dietmar Rehse die Siegertitel ankündigte. Die Zuhörerwahl bestätigte die Zielrichtung, die der musikalische Leiter Winfried Rehse angab: »Wir spielen zunehmend moderne Konzertstücke aus Musical, Film und Pop, vernachlässigen aber keinesfalls klassische Blasmusik wie Marsch und Polka.«

Heftige Paukenschläge
Den zehnten Platz belegte der »Marsch der Medici« von Johan Wichers, den das Orchester in wechselnder Dynamik wiedergab. Die Filmmusik »Moment for Morricone« des Holländers Johan de Meij platzierte sich in der Bestenliste auf Rang neun. Sechs Themen verlangten darin choralartiges, getragenes, aber auch flüssiges Agieren von Holz und Blech mit exakten Tempiwechseln und heftigen Paukenschlägen.

Der »Bayerische Defiliermarsch«, die »Kaiserjäger« sowie der Walzer »Wenn der Wein blüht« (Robert Payer) ließen sich aus dem unteren Mittelfeld (Plätze acht bis sechs) nicht verjagen. Dann drängten massiv Musical, Filmmusik und Pop in die Charts. In dem Medley »Beauty and the Beast« (Alan Menken) stellten sich alle Bläsergruppen eindrucksvoll dem musikalischen Dialog (5.). Eine Auswahl aus dem Musical »Les Miserables« bestach durch die Liebeslied-Ballade (Platz 4).

Melancholische Melodienbögen
Das Musical »Jesus Christ – Superstar« sicherte sich mit seinen melancholischen Melodienbögen und dem zauberhaften Leitmotiv Platz drei. Den zweiten Rang belegte Elton Johns Filmmusik »Circle of Life«. Der strömende, sich steigernde und nach Auflösung drängende Melodienreigen hatte die Gunst der weich agierenden Holzbläser.

Das Konzertstück »Erinnerungen an Zirkus Renz« von Gustav Peter führt im Jahr 2003 die Hitliste an. Dies hat seinen Grund am Jungtalent Markus Hein, das mehrere Instrumente spielt und im Orchester an den Schlagwerken eingesetzt wird. Sein Xylofonsolo war ein Höhepunkt des Konzerts. Das Publikum dankte mit großem Beifall. Dafür revanchierte sich das Orchester mit mehreren Zugaben.

Lothar Eisenträger

Burkhard Grein seit 1945 vielfach im Verein aktiv

Musikverein »Edelweiß« und Musikbund ehrte Mitglieder

Main-Echo, 28. Oktober 2003

Zu Ehrenmitgliedern des Musikvereins »Edelweiß« ernannte Vorsitzender Hermann Seitz (rechts) Ulrich Prentner, Edgar Bohlender, Ewald Fries und Alois Rohe (von links). Ehrendirigent wurde Guillermo Ruiz vom Partnermusikverein »Zarpai Banda« aus Hendaye/Frankreich. Auf dem Bild fehlt der neue Ehrenvorsitzende Burkhard Grein. Foto: Helmut Gesierich
Zu Ehrenmitgliedern des Musikvereins »Edelweiß« ernannte Vorsitzender Hermann Seitz (rechts) Ulrich Prentner, Edgar Bohlender, Ewald Fries und Alois Rohe (von links). Ehrendirigent wurde Guillermo Ruiz vom Partnermusikverein »Zarpai Banda« aus Hendaye/Frankreich. Auf dem Bild fehlt der neue Ehrenvorsitzende Burkhard Grein.
Foto: Helmut Gesierich

Sulzbach. Im Rahmen des Ehrenabends zum 80-jährigen Bestehen des Musikvereins ehrten der Bezirksdirigent des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB), Jürgen Weyer, und Kreisvorsitzender Walter Zöller viele Mitglieder.

Für zehn Jahre aktive Musiktätigkeit gab’s die NBMB-Ehrennadel in Bronze für Karin Siegmund (Anm. des Webmasters: Karins Nachname lautet korrekt „Siemund“), Stefan Gatz, Stefanie Gado, Maria Rehse, Alexandra Schäfer, Johannes Sommer und Christopher Naun.

Für 20 Jahre (Silber) Wolfgang Gado und Winfried Rehse sowie für 30 Jahre (Gold) Albert Hein, Peter Roos und Hermann Seitz.

Mit dem Ehrenzeichen des Bundes Deutscher Musikverbände in Gold wurden für 40 Jahre Robert Bohn, Alfred Sommer, Hans Woller und Reinhold Hohm ausgezeichnet sowie Adolf Eisenträger und Alois Rohe für 50 Jahre aktives Musikerleben.

Für 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft zeichnete Vorsitzender Hermann Seitz aus: Edwin Rüd, Werner Arnold, Günter Becker, Dr. Hubert Prentner, Norbert Durschang, Karl Kempf, Alfred Kipplinger, Erhard Kuhn, Ernst Kunkel, Leo Prentner, Armin Scharf, Walter Scharf, Richard Schüssler, Hermann Schwarzkopf, Manfred Winter, Engelbert Zahn, Rainer Zahn, Alfred Ziemlich, Karl Doleysch, Ulrich Prentner, Ewald Fries, Robert Bohn, Alfred Sommer, Hans Woller und Reinhold Hohm.

Aufgrund besonderer Verdienste um den Musikverein Edelweiß wurden Ulrich Prentner, Ewald Fries, Edgar Bohlender, Alois Rohe sowie Reinhold Hohm zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ehrenvorsitzender wurde das bisherige Ehrenmitglied Burkhard Grein, der sich seit 1945 vielfach ehrenamtlich um den Verein verdient gemacht hat.

Zum Ehrendirigenten ernannt wurde Guillermo Ruiz, Dirigent des französischen Partnermusikvereins »Zarpai Banda« aus Hendaye/Frankreich, der seit 1980 fast jährlich nach Sulzbach kommt und schon oft im Musikvereins mitgewirkt hat.

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Sektion an einem lebenden 80-Jährigen

Rückblick auf lange Tradition des Musikvereins »Edelweiß« – Mitglieder geehrt

Main-Echo, 28. Oktober 2003

Für 40 und 50 Jahre aktive Musiktätigkeit wurden mit dem Bundesehrenzeichen des Bundes Deutscher Musikverbände in Gold vom NBMB-Kreisvorsitzenden Walter Zöller (links) und dem Bezirksdirigenten Jürgen Weyer (rechts) Hans Woller, Robert Boh, Alois Rohe, Adolf Eisenträger und Alfred Sommer (von links) ausgezeichnet. Foto: Helmut Gesierich
Für 40 und 50 Jahre aktive Musiktätigkeit wurden mit dem Bundesehrenzeichen des Bundes Deutscher Musikverbände in Gold vom NBMB-Kreisvorsitzenden Walter Zöller (links) und dem Bezirksdirigenten Jürgen Weyer (rechts) Hans Woller, Robert Boh, Alois Rohe, Adolf Eisenträger und Alfred Sommer (von links) ausgezeichnet.
Foto: Helmut Gesierich

Sulzbach. Anlässlich seines 80-jährigen Bestehens hatte der Musikverein »Edelweiß« zum Ehrenabend in die Aula der Volksschule eingeladen. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgte das 37-köpfige Jugendblasorchester unter Leitung von Winfried Rehse.

Bei einem Gang durch die Vereinsgeschichte seit 1923 zeichnete Vorsitzender Hermann Seitz die Entwicklung von einer »herkömmlichen« Blaskapelle zum vielseitigen, auch sinfonischen Blasorchester nach.

Festredner Dr. Hubert Prentner »zerlegte« den Musikverein nach Art des Pathologen in mehrere Einzelteile: Der Jungbrunnen – »lange leben ohne alt zu werden«; die Musik – ein Verein im Allgemeinen; der Musikverein ganz speziell sowie der Heimatort Sulzbach. Diese »unblutige Sektion« am noch lebenden Körper des 80-Jährigen hatte hohen und hintergründigem Unterhaltungswert. Prentner würzte seine Rede mit Erfahrungen und Erlebnisse aus 40 Jahre Mitgliedschaft.

Während Jürgen Weyer, Bezirksdirigent des Nordbayerischen Musikbunds (NBMB), Aufschluss über Strukturen, Gremien und Ausschüsse des NBMB vermittelte, stellte dessen Kreisvorsitzender Walter Zöller fest: »In einer Zeit, wo Lustgewinn ohne Anstrengung das primäre Begehren vieler junger Menschen ist, beweisen gerade die Sulzbacher Musiker, dass man mit täglichem Training, Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt schönere Erfolge feiern kann als der Egoist und Einzelgänger!« Nachdem die Mitglieder geehrt worden waren (nebenstehender Bericht), sorgten, eingerahmt von zwei Musikstücken (Andreas Hock und Markus Hein), Adolf Eisenträger – mit 69 Jahren ältestes noch aktives Mitglied – sowie Alex Sommer – mit zehn Jahren der Jüngste – für amüsante Kurzweil mit einem Zwiegespräch »wie war´s früher bei den Musikern und was bewegt die Jugend heute!«

Anm. des Webmasters: Adolf Eisenträger ist mit seinen 69 Jahren „nur“ zweitältestes aktives Mitglied unseres Vereins. Die Ehre, das älteste Mitglied zu sein, gebührt unserem Winfried Zahn mit mittlerweile 78 Jahren.

Nicht nur Beiträge bezahlt

Für 40 Jahre Treue zum Musikverein »Edelweiß« wurden geehrt (von links): Alfred Kipplinger, Edwin Rüd, Walter Scharf, Manfred Winter, Karl Doleysch, Engelbert Zahn, Werner Arnold, Karl Kempf, Dr. Hubert Prentner, Ewald Fries, Alfred Ziemlich, Günter Becker und Leo Prentner. Auf dem Bild fehlen Norbert Durschang, Erhard Kuhn, Ernst Kunkel, Richard Schüssler, Hermann Schwarzkopf und Rainer Zahn. Foto: Helmut Gesierich
Für 40 Jahre Treue zum Musikverein »Edelweiß« wurden geehrt (von links): Alfred Kipplinger, Edwin Rüd, Walter Scharf, Manfred Winter, Karl Doleysch, Engelbert Zahn, Werner Arnold, Karl Kempf, Dr. Hubert Prentner, Ewald Fries, Alfred Ziemlich, Günter Becker und Leo Prentner. Auf dem Bild fehlen Norbert Durschang, Erhard Kuhn, Ernst Kunkel, Richard Schüssler, Hermann Schwarzkopf und Rainer Zahn.
Foto: Helmut Gesierich

Mit Blick auf die Ehrungen hob Bürgermeister Hermann Spinnler hervor, dass Vereinsmitglieder nicht nur dafür geehrt werden, dass sie über viele Jahrzehnte pünktlich ihre Beiträge bezahlt haben, sondern dem Verein »aktiv« die Treue gehalten haben.

Für Hermann-Josef Eck als Vertreter des Landrats hat die Pflege der Blasmusik einen hohen Stellenwert, sie repräsentiere ein Stück Lebensqualität. Der MVE spiele im Reigen der vielen Kapellen im Landkreis eine bedeutende Rolle. Als positive Beispiele für Ehrenamt und Engagement nannte Eck Dietmar und Winfried Rehse .

Pfarrer Norbert Geiger verwies auf das »Buch der Psalmen«. Er hob den Abschlusspsalm mit dem Lob Gottes hervor, in dem vermutlich all die Musikinstrumente aufgezählt werden, die vor etwa 2500 Jahren beim Tempelgottesdienst verwendet worden sind. Geiger freute sich über die enge Verbindung zwischen Kirche und Musik und dankte dem MVE für ein stetes Engagement. Für Berthold Rüth (MdL) steht fest, dass die Personen, die 1923 den MVE gegründet haben, Sehnsucht nach Heimat, Gemeinschaft und Geborgenheit hatten. Mit dem Ende der Spaßgesellschaft suchten die Menschen nun wieder diese Werte, unter anderem im Musikverein. Als Beispiel nannte er die Jugendkapelle des MVE. »Hier gibt es Selbständigkeit, Selbstverwirklichung und Erfolg – rundum eine gute Zukunft!«

Als Zeichen des Dankes und des Respekts überreichte der Vorsitzende des französischen Partnermusikvereins »Zarpei Banda«, Vincent Cabantous, dem MVE-Vorsitzenden Hermann Seitz einen Thunfischfänger, ein stattliches Schiffsmodell, und lud zu einem Gegenbesuch nach Frankreich ein.

Helmut Gesierich

Markt hat seine »Hausaufgaben gemacht«

Floriansjünger als »27. Baufirma«
Das neue Sulzbacher Feuerwehrhaus wurde seiner Bestimmung übergeben

Main-Echo, 22. September 2003

Sulzbach. 1,5 Millionen Euro hat die Marktgemeinde investiert, die Floriansjünger beteiligten sich mit 5853 unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden: Nach langem Planen und Warten wurde das neue Sulzbacher Feuerwehrhaus in der Spessartstraße am Samstag offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die Bauzeit betrug zwei Jahre.

[Hier folgt eine Beschreibung der Einweihungsfeier, bis zum Ende das Jugendblasorchester des Musikvereins Erwähnung findet…]

Schließlich übergab der 75-jährige Friedl Schmitt – langjähriger Feuerwehrmann – ein großes aus Holz geschnitztes Wappen. Nach dem offiziellen Teil wurden die Ehrengäste durch die Anlage geführt. Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgte das Jugendblasorchester des Musikvereins »Edelweiß« unter Leitung von Winfried Rehse.

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Sommernachts-Serenade mit Finale im Fackelschein

Main-Echo, 02. September 2003

p20030902Sulzbach. Bei einem guten Tropfen Wein genossen die Besucher der Sommernachts-Serenade am Samstag auf dem Kirchplatz »gehobene Unterhaltungsmusik«, dargeboten von den Edelweiß-Musikern unter Winfried Rehse. Gründe für den musikalischen Abend hatten die Musiker mit ihrem 80-jährigen Bestehen und dem 50. Weihetag der Kirche St. Margareta. Durchs Programm führte Dietmar Rehse. Der erste Teil war dem Singspiel gewidmet. Die Musiker brachten Stücke wie »Jesus Christ – Superstar« von Andrew Lloyd Webber, den »Figaro-Marsch« (W. A. Mozart), »Beauty and the Beast« (Alan Menken), »Moment for Morricone« (Johan de Meij) zu Gehör. Solist am Xylophon bei »Erinnerungen an Zirkus Renz« war Markus Hein. Ein Umbau in der Pause ließ Größeres erahnen: Angelehnt an die Formation des Großen Zapfenstreichs zogen die Musiker, flankiert von Floriansjüngern mit Fackeln, zum »Großen Finale« auf den Kirchplatz. Auf dem Überraschungsprogramm standen Armee-Märsche wie »Mein Regiment« von Hermann Ludwig Blankenburg sowie der »Coburger Marsch« (Michael Haydn) und der »Mussinan-Marsch« (Carl Carl).

Foto: Helmut Gesierich.

Galakonzert voll Spielfreude und Präzision

Nordbayerisches Jugendblasorchester in Sulzbach

Bayerische Blasmusik, Juli 2003

Anm. des Webmasters: Es folgt ein Bericht über das am 22. Juni 2003 in Sulzbach stattgefundene Konzert des Nordbayerische Jugendblasorchester. Dieses wurde vom Musikverein Sulzbach anlässlich seines 80-jährigen Jubiläums initiiert und in Zusammenarbeit mit dem Kulturausschuss des Marktgemeinde Sulzbach veranstaltet. Der Musikverein Sulzbach ist besonders stolz auf die Tatsache, dass seit Gründung dieser Formation immer auch Musiker aus unseren eigenen Reihen in diesem Orchester vertreten waren (bei diesem Konzert nahm z. B. unsere Maria Rehse an der Klarinette teil). Der nachfolgende Bericht erschien auch in einer modifizierten Version am 24.06.2003 im Main-Echo.

In der Sulzbacher Main/Spessart-Halle stimmte einfach alles: Die Halle war gut besucht, festlich geschmückt und die über 60 jungen Musiker/innen des Nordbayerischen Jugendblasorchesters (NBJBO) ließen von Anfang an erkennen, dass sie mit großer Spielfreude und in beeindruckender Harmonie ihr Programm in Angriff nehmen wollten.

Erstaunlich, dass fast die Hälfte des großen Orchesters aus jungen Frauen besteht – ein Beleg für die gute Nachwuchsarbeit, die seit Jahren in den Musikvereinen betrieben wird. Der Jubilar des Abends, der Musikverein Edelweiß Sulzbach, ist ein gutes Beispiel und auch ein Beweis dafür, dass der NBMB mit seinem Ausbildungskonzept auf dem richtigen Weg ist. Orchesterleiter Ernst Oestreicher verkörpert diesen guten Ansatz geradezu. Als Bundesdirigent gehörte er vor 15 Jahren zu den Gründern des Orchesters und leitet unter anderem die zur staatlichen Anerkennung führenden Dirigentenlehrgänge.

Flüssige Übergänge
nbjbo_tuttiDie Harmonie im Orchester der jungen Künstler in den Trachten ihrer Heimatvereine zwischen Oberpfalz und Unterfranken ließ auf ein langes Zusammenspiel schließen, so stimmig waren die Einsätze, so flüssig die Übergänge und so exakt die Reaktionen auf das zwar temperamentvolle, aber immer klare und nie der Selbstdarstellung verpflichtete Dirigieren Oestreichers.

Anspruchsvoll auch für die Zuhörer das Programm des ersten Teils: Sehr differenziert, mit kraftvollen Akzenten und einer fast sieghaften Aufgipfelung am Ende erklang Hindemiths Marsch aus den »Symphonischen Metamorphosen«. Ein Höhepunkt: Das »Concertino für Marimbaphon und Blasorchester«, ein dreisätziges Werk, das ganz temperamentvoll beginnt, meditativ im zweiten Satz wird und rasant und beeindruckend virtuos endet – eine wirklich schweißtreibende Angelegenheit für den technisch perfekten und ausdrucksstarken Solisten Wolfgang Schniske, der zu Recht vom ganzen Orchester Beifall erhielt.

Filigrane Instrumentierung
Mit »Pauken und Trompeten« begann Bertold Hummels »Finale Concertante«, der letzte Satz mit einem eher rauen Ton. Nicht von ungefähr verarbeitete der Würzburger Komponist in diesem Satz ein altes Landsknechtlied. Vor der Pause dann noch anspruchsvolle Programmmusik und Stimmungsmalerei mit »Stormworks« von Stephen Melillo. Die Musiker beherrschten die filigrane Instrumentierung perfekt, zeigten große Präzision bei den oft schwierigen Einsätzen und gestalteten die Dynamik stimmig aus.

Nie pathetisch oder süß
Nach der Pause zeigten die jungen Künstler, was man aus eher populären Kompositionen machen kann. In Johan de Meijs 1. Satz aus seiner Sinfonie »Der Herr der Ringe« hörte man Gandalfs Schimmel leibhaftig über die Bühne galoppieren, das »Nessun dorma« von Giacomo Puccini aus »Turandot« begeisterte mit seinem feierlichen Ton, der nie pathetisch oder süßlich wirkte, und Dmitrij Schostakowitschs »Jazz Suite Nr. 2« riss die Zuhörer mit ihrem überschäumenden Temperament und der technischen Brillanz des Vortrags zu wahren Beifallsstürmen hin.

Das Paradestück
Als Höhepunkt, von Oestreicher zu Recht als »Paradestück des Orchesters« angekündigt, erklang ein gut 15-minütiges Medley aus dem Musical »Phantom der Oper« in der genialen Bearbeitung von Johan de Meij. Die Themen wanderten elegant durch die verschiedenen Register, und die Übergänge wiesen keine einzige Bruchstelle auf. Mit »Hard to say I’m sorry« und einem schönen Saxophon-Solo endete das offizielle Programm, dem noch eine Reihe von Zugaben folgte, die das begeisterte Publikum in Sulzbach erklatschte.

Nach gut zwei Stunden war ein Galakonzert zu Ende, nach dem sich – wie nicht nur Bürgermeister Hermann Spinnler feststellte – das Nordbayerische Jugendblasorchester mit besten Aussichten an weitere Aufgaben heranwagen darf. Wer die jungen Künstler und ihren Leiter Ernst Oestreicher in Sulzbach gehört hat, traut ihnen wirklich alles zu!

Dr. Heinz Linduschka