Junge Musiker meistern Prüfungen

Kreis Musikbund: Gold für Saxophonist Joshua Längle – Lehrgänge in Theorie und Praxis

Main Echo, 16. November 2012

Kreis Miltenberg:  32 junge Blasmusiker und zwei Jungsenioren aus dem Kreisverband Miltenberg im Nordbayerischen Musikbund haben am den vergangenen Wochenende in der Volksschule Wörth die Leistungsprüfungen in den Kategorien Bronze, Silber und Gold abgelegt.

Unter Leitung von Kreisdirigent Jürgen Spall und betreut von den Fachausbildern Jörg Fischer (Klarinette, Saxofon und Oboe), Gunnar Hupe (Querflöte), Wilco Grootenboer (Trompete), Thomas Martin (Euphonium, Bariton, Tuba) und Bernhard Schneider (Schlagzeug) bereiteten die jungen Teilnehmer sich intensiv auf die Prüfungen vor. Der Tenor-Saxofonist Joshua Längle vom Musikverein Trennfurt bestand als Einziger die Prüfung für das goldene Abzeichen.
Kreisvorsitzender Walter Zöller und Jürgen Spall händigten folgenden weiteren Teilnehmern Urkunden und Abzeichen aus: Leistungsprüfung D2 (Silber): Stefan Albrecht (Tuba, Musikverein Mümlingtal Mömlingen), Nadine Bernard (Klarinette), Carmen Glaser (Oboe, beide Musikverein Edelweiß Sulzbach), Vincent Hofmann (Klarinette, Rebläuse Bürgstadt), Lena Hohm (Klarinette, Mömlingen), Andrea Raab (Klarinette), Isabell Schmitz (Oboe, beide Sulzbach), Niklas Waldschmitt (Trompete, Bürgstadt) und Sophie Wöber (Klarinette, Mömlingen).
Leistungsprüfung D1 (Bronze): Alina Becker (Klarinette, Trennfurt), Adrian Bergmann (Schlagzeug), Lisa Dardouri (Oboe), Ronja Daub (Querflöte), Luis Dölger (Saxofon), Werner Dölger (Posaune, alle Sulzbach) , Maurice Endres (Tenor-Saxofon, Musikverein Klingenberg), Giuliana Gado (Saxofon, Sulzbach), Noa Giegerich (Euphonium), Tanja Giegerich (Oboe, beide Mömlingen) und Bryan Göbel (Schlagzeug, Sulzbach). Außerdem schaffen die Bronze-Prüfung David Kneissl (Trompete), Silvan Odenwald (Schlagzeug, beide Mömlingen), Barbara Otto (Oboe, Sulzbach), Lukas Regler (Trompete, Mömlingen), Niclas Reis (Bariton, Sulzbach), Selina Schließmann (Querflöte, Mömlingen), Chiara Schmitt (Querflöte, Bürgstadt), Adina Seitz (Oboe), Hermann Seitz (Posaune, beide Sulzbach), Chiara Simonis (Querflöte, Trennfurt), Hanna Tabery (Klarinette, Bürgstadt) , Tom Tiedemann (Klarinette, Mömlingen) und Karl Ãœhlein (Trompete, Trennfurt).

red

Zuhören macht einfach Freude

Benefizkonzert: Symphonisches Blasorchester Sulzbach liefert gewohnt hochkarätige Unterhaltungsmusik

Main Echo, 13. November 2012

  Immer lohnenswert: Ein Konzert des Symphonischen Blasorchesters Sulzbach unter seinem Dirigenten Winfried Rehse am Samstag in der Frankenhalle Erlenbach. Foto: Silvia Breckl

Immer lohnenswert: Ein Konzert des Symphonischen Blasorchesters Sulzbach unter seinem Dirigenten Winfried Rehse am Samstag in der Frankenhalle Erlenbach.
Foto: Silvia Breckl

Erlenbach:  Schon die Parkplatzsuche war ein Indiz dafür, dass sich dieses Konzert lohnen würde. Das dachten sich wohl auch gut 550 Besucher des Benefizkonzerts des Obernburger Rotary Club, der am Samstag zum vierten Mal zur »Symphonie in Blech « in die Frankenhalle geladen hatte.

Garant für den Publikumserfolg: Das in der Oberstufe musizierende Symphonische Blasorchester Sulzbach, das sich samt seinen 50 Vollblutmusikern und seinem Dirigenten Winfried Rehse erneut für den sozialen Zweck zur Verfügung gestellt hatte. Jens Pflüger von Main-TV moderierte locker und jugendlich zweieinhalb Stunden hochkarätige Unterhaltungsmusik.

Zu Höchstleistungen dirigiert
Es macht einfach Freude, diesem jungen, begabten und motivierten Orchester beim Musizieren zuzuhören und zu sehen, wie Dirigent Rehse sich in die Melodien legt und seine Musikusse mit beschwingtem Taktstock zu konzentrierten, aber unangestrengt klingenden Höchstleistungen dirigiert. Für das Programm hatten sich die Sulzbacher überwiegend junge, zeitgenössische Komponisten ausgesucht, etwa das fünfteilige Werk »Friends of Freedom « des Belgiers Karel Deseure, das sich mit strahlenden Fanfaren und dem wunderschön getragenen Allegro-Thema, ausgezeichnet als Eröffnungsstück eignete. Ebenfalls virtuos setzte das Orchester die Bibelgeschichte »Arche Noah « von Bert Appermont lautmalerisch um: Lässt sich zu Beginn ein leises Zwiegespräch zwischen Gott und Noah erlauschen, meint man im zweiten Teil, das Hufgeklapper der Tiere bei der feierlichen Parade in die Arche zu hören. Im schnellen Tempowechsel mit Bläsern, Trompeten und Trommelschlag bricht eine furiose Sintflut herein, bis Holzbläser und Glockenspiel die stürmischen Wogen beruhigen und eine friedliche Welt à la Hollywood-Happy-End heraufbeschwören. Eine Reise durch die Welt der Filmmusik folgte denn auch mit einer Reihe amerikanischer Komponisten, wie der instrumental gewaltig umgesetzte Krieg zwischen Gut und Böse, »Fate of Gods « von Steven Reineke. Das Schicksal der Götter setzten die Sulzbacher Symphoniker brillant mit akzentuierten Einsätzen der rhythmischen Trommelwirbel, mächtigen Posaunenklängen und feinen Klarinettenpassagen um. Nicht minder emotional erklang das »Raise of the Son « des New Yorkers Rossano Galante, der sein Wortspiel um die Auferstehung des Sohnes oder das Aufgehen der Sonne mit kraftvollen, träumerischen Motiven komponierte.

Liebe und Eifersucht musikalisch
Zu ganz anderen Rhythmen führte Alfred Reeds zweite Suite für Blasorchester mit dem Untertitel Latino Mexicana: Die Musiker übersetzten gekonnt den aus Kuba stammenden Tanz Son Montuno, einen weichen brasilianischen Tango sowie einen grandiosen Paso Doble. Im letzten Satz zog das Symphonische Blasorchester alle Register und ließ bei »A la Corrida « – Auf zum Stierkampf musikalisch den Staub der Arena aufwirbeln. Um Liebe und Eifersucht in einem sizilianischen Dorf drehte sich das aus Filmen wie »Der Pate III « bekannte Intermezzo aus der Oper »Cavalleria Rusticana « von Pietro Mascagni, genauso grandios gespielt wie die »Indiana Jones Selection « von Hollywoods bekanntestem Filmmusikkomponisten John Williams. Dass das Orchester auch die Klassiker des Marschrepertoires beherrscht, bewies es mit »Per Aspera ad Astra « von Ernst Urbach sowie den zwei vom Publikum eingeforderten Zugaben.

Silvia Breckl

Solokonzert mit Profi-Hornist

Bayerische Blasmusik, Juli/August 2012

Ein Höhepunkt des Konzerts des Musikvereins Sulzbach war das Hornseptett mit Profi Joachim Pfannschmidt Foto: privat
Ein Höhepunkt des Konzerts des Musikvereins Sulzbach war das Hornseptett mit Profi Joachim Pfannschmidt
Foto: privat

Musikverein „Edelweiß“ Sulzbach:  Wie in jedem Jahr waren die Verantwortlichen des MV „Edelweiß “ Sulzbach auch 2012 darauf bedacht, ihrem Konzertpublikum und den eigenen Musikern etwas besonderes zu bieten. Vorsitzender Markus Rehse sowie Dirigent Winfried Rehse nutzten alte Freundschaften und konnten Joachim Pfannschmidt, den stellvertretenden Solohornisten am Staatstheater Kassel, für ein Konzertprojekt gewinnen.
Pfannschmidt erarbeitete beim Probenwochenende unter anderem das Hornkonzert Nr. 2 von Mozart sowie Air Poethique von Ted Huggens und leitete die Registerproben der Horngruppe.
In einem wunderbaren Konzert konnten schließlich über 500 begeisterte Zuhörer vom Ergebnis dieser Arbeit überzeugt werden. Nach dem Auftakt durch das Jugendblasorchester sowie dem Eröffnungswerk „Raise of the Son “ brillierte Joachim Pfannschmidt mit seiner Interpretation des MozartŽschen Solowerks. Am Ende des Konzertes in dem neben symphonischer Blasmusik auch die Filmmusik mit „Selection from Indiana Jones “ nicht zu kurz kam bot sich dem Publikum ein besonderes Schauspiel: Die sieben Hornisten des Musikvereins traten gemeinsam mit Joachim Pfannschmidt zum „Rendez-Vous de Chasse “ von Gioachino Rossini an. Erst nach drei Zugaben endete der Konzertabend.

Markus Rehse

Einladung zum Träumen

Kultur: Musikverein Edelweiß Sulzbach begeistert die Zuhörer mit dem Jugend-Konzert 2012 in der Volksschule

Main Echo, 07. Juli 2012

Das Schülerorchester gab alles bei »I ’m a Believer « von Johnny Vinson. Foto: Vanessa Jacobi
Das Schülerorchester gab alles bei »I ’m a Believer « von Johnny Vinson.
Foto: Vanessa Jacobi

Sulzbach:  Am Sonntag fand in der Herigoyen Volksschule »das Jugend-Konzert « 2012 des Musikvereins Edelweiß statt. Die Zuhörer ließen sich von dem packenden Konzert mitreißen.

Schon am Nachmittag überzeugten der »Musikgarten für Babys « unter musikalischer Leitung von Yvonne Reis und die musikalische Frühförderung, in der schon Kinder ab vier Jahren ihr Bestes geben. Außerdem war das Schlagzeugensemble von Andreas Voigt aufgetreten. Abgerundet wurde der Nachmittag von der Bläserklasse 2011, die eines ihrer ersten Konzerte gab.

Hervorragende Leistung
Das Jugendorchester unter Leitung von Winfried Rehse eröffnete mit »Intrade « von Hans Leo Hassler den Abend. Das Schülerorchester zeigte eine hervorragende Leistung. Schon das erste Stück »Celtic Air and Dance No. 2 « lud zum Träumen ein und wurde mit den Worten eröffnet: »Ob Sie es wollen oder nicht, Sie werden von der Melodie mitgerissen. « Weiter ging es mit »Rock my Soul « von Dick Ravenal, einem der bekanntesten Gospelsongs. Die Schülergruppe verabschiedete sich mit dem berühmten »I ’m a believer « von Johnny Vinson aus dem Trickfilm »Shrek «. Nach einer Zugabe machte das Schülerorchester Platz für das Jugendorchester.

Anspruchsvolle Kompositionen
Schon mit dem ersten Stück nahm es die Herausforderung an, das anspruchsvolle »Chantueri « von Lorenzo Pusceddu zu spielen, was ihm sehr gut gelang. Darauf folgte »Cityscapes «, dessen zwei Sätze New York musikalisch beschreiben. Der erste beschäftigt sich mit der Skyline und dem geschäftige Treiben der Stadt, im Schlusssatz mit dem glitzernden Manhattan. Mit »Tijuana Trumpets « überzeugten die Solisten Leon Dölger und Markus Kuhn. Spätestens jetzt konnte keiner der Anwesenden im Raum mehr die Füße still halten. Als Nächstes spielte die Gruppe »The Battle of Varlar «, das die Schlacht von Varlar und die Soldaten, die in diese Schlacht ziehen, beschreibt. Mit »Augusta « wurde der gelungene Abend abgerundet.
In der Veranstaltung wurde der Hausmeister der Herigoyen Volksschule, Harald Poch, verabschiedet. Mit dem Abschied verbunden wurde er zu allen weiteren Konzert mit den Worten eingeladen: »Dieses Mal ohne herausgeflogene Sicherungen, die du reparieren musst «

Vanessa Jacobi

Erfolge für Sulzbacher Orchester

Main Echo, 23. Mai 2012

Foto: Privat
Foto: Privat

Sulzbach:  Das Symphonische Blasorchester sowie das Jugendblasorchester des Musikvereins Edelweiß Sulzbach haben bei Wertungsspielen mit sehr gutem Erfolg teilgenommen. Das Jugendblasorchester trat unter der Leitung von Winfried Rehse am 12. Mai beim Wertungsspiel des Nordbayerischen Musikbundes in Unterpleichfeld an (Foto). In der Mittelstufe erspielten sich die rund 30 jungen Musiker mit »Chantueri « und »The Battle of Varlar « 88 von 100 Punkten.Das Symphonische Blasorchester vertrat den Kreis Miltenberg beim Landesmusikfest in Weilheim (Oberbayern). Bei diesem Treffen von über 6000 Musikern aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, der Schweiz und Österreich stellten sich die 45 Musiker, ebenfalls unter der Leitung von Winfried Rehse, dem Urteil der Jury. Mit »Friends of Freedom « und »Raise of the Sun « erreichten sie 85 Punkte.

red

Manege frei für junge Musiker

Blasmusik: Konzert des Nachwuchses in der Mehrzweckhalle Leidersbach – Erlös fließt in die Jugendarbeit

Main Echo, 16. Mai 2012

Mit Feuereifer dabei: zwei der jüngsten Musiker aus der Bläserklasse der Volkschule Leidersbach an Posaune und Horn. Foto: Birgit Kuhn
Mit Feuereifer dabei: zwei der jüngsten Musiker aus der Bläserklasse der Volkschule Leidersbach an Posaune und Horn. Foto: Birgit Kuhn

Leidersbach  Mit vier Formationen stand die musizierende Jugend im Mittelpunkt des Konzerts am Samstagabend in der Mehrzweckhalle. Eingeladen hatte der seit über 20 Jahren bestehende Musikalische Jugendverband Grund, die Jugendorganisation der Musikkapellen aus den vier Ortsteilen Leidersbach, Roßbach, Ebersbach und Volkersbrunn.

Trotz des gleichzeitigen DFB-Pokalfinales kamen über 500 Gäste. Claus Knopp und Volker Krug führten mit Wissenswertem zu Musik und Komponisten durch das prall gefüllte, zweieinhalbstündige Programm, wenn die Akteure nicht selbst moderierten.

Anstelle des Musikunterrichts
Nachwuchsarbeit wird im Grund großgeschrieben. Bester Beweis ist die Bläserklasse der Volksschule Leidersbach, die den Auftakt machte. Der Kurs entstand 2010 als Gemeinschaftsprojekt der Schule und den vier Musikkapellen im Grund und findet vormittags anstelle des regulären Musikunterrichts statt.
Das Besondere daran ist, dass alle Schüler zeitgleich ein Orchester-Blasinstrument lernen und sofort gemeinsam musizieren. Mit großem Eifer und Konzentration waren die Jungen und Mädchen unter Dirigent Andreas Fath bei der Sache. Sie entführten mit »Star Wars « und »Dragon Slayer « in eine Fantasiewelt. Auch bei »We will rock you « von Queen oder der Europahymne »Freude schöner Götterfunken « gelang ihr Zusammenspiel recht gut. Dabei moderierten die jungen Bläser abwechselnd und unterhielten mit Witzen. Mit »Monster Rock « erfüllten sie einen Zugabenwunsch. Eifer und offensichtliche Spielfreude zeigten auch die Akteure des Spielkreises des Musikalischen Jugendverbands Grund unter Leitung von Thomas Schneider. Bei Filmmusiken der Familie Feuerstein oder der »Pirats of Caribbean « bewiesen sie mit gelungenen Einsätzen und harmonischem Miteinander ein beachtliches Können. In ihrem Repertoire hatten sie auch die Ouvertüre zu Wilhelm Tell und den französischen »Cancan «.
Eine überzeugende Leistung brachte das Schülerblasorchester Sulzbach mit Andreas Fath bei Stücken wie »Castles und Dragons « oder »Shrek «, in denen sie nach eigener Aussage ihre Helden auferstehen ließen. Akzente setzten dabei das Glockenspiel, die besonderen Instrumente Cello und Fagott und das Fingerschnipsen bei »Rock my Soul «.
Ein Höhepunkt gelang der Jugendkapelle mit »Driving-Test «, einer musikalischen Führerscheinprüfung fürs Schlagzeug. Bryan Göbel glänzte am Drumset mit seinem Solo und entlockte dem Publikum Zwischenapplaus und begeistertes Mitklatschen.

Mit Eifer bei der Sache: die jüngsten Musiker der Bläserklasse der Volksschule Leidersbach mit Dirigent Andreas Fath. Foto: Birgit Kuhn
Mit Eifer bei der Sache: die jüngsten Musiker der Bläserklasse der Volksschule Leidersbach mit Dirigent Andreas Fath. Foto: Birgit Kuhn

Mit der Melodie aus der Muppet Show leitete das Jugendblasorchester Grund zum Motto gebenden Höhepunkt des Abends über. »Manege frei « hieß es für die 25 Kinder der Zirkus-AG der Volksschule Leidersbach. Zu »A Day At The Circus « von James Curnow gab es auf der Hallenbühne sieben Nummern zu sehen, darunter Akrobaten, Clowns, eine menschliche Kanonenkugel und Rad fahrende Bären.

Beachtenswert war die glasklare Moderation von Niclas Staudt durch die gesamte Zirkusvorstellung. Schließlich landete eine riesige Sahnetorte der Clowns im Gesicht von Dirigent Norbert Langeheine. Die Gruppe mit den Lehrerinnen Christine Kempf und Christina Nusser ist erst seit Schuljahresanfang zusammen, mit den Musikern waren nur zwei Proben möglich. Die gelungene Kombination aus Musik und Show kam gut an. Der Lohn: begeisterter Applaus. Mit »Mission Impossible Theme « und »Final Countdown « stellte die Jugendkapelle noch einmal allein ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis.

Anspruchsvolles Potpourri
Die Volkersbrunner Musikanten unter Leitung von Peter Jedlitschka übernahmen anschließend das musikalische Kommando. Beim anspruchsvollen Melodienpotpourri aus dem Musical »Joseph « von Andrew Lloyd Webber und meisterten sie ausgezeichnet die Tempowechsel und die unterschiedliche Intonation. Mit »Tribute To Ray Charles « huldigten sie der Blueslegende. Dass die Volkersbrunner auch in der traditionellen Blasmusik zuhause sind, bewiesen sie mit der Polka »Ein Denkmal für die Blasmusik « von Michael Kuhn und dem zünftigen Marsch »Graf Waldburg « von »Hans Hartwig «. Der Musikverein Edelweiß Roßbach beschloss den Abend mit Unterhaltungsmusik. Spenden und der Erlös aus dem verkauften Blumenschmuck fließen in die Jugendausbildung der Leidersbacher Blasmusikvereine.

Birigt Kuhn

Hornisten geben den Ton an

Konzert: Symphonisches Blasorchester glänzt mit Solist Joachim Pfannschmidt in Sulzbachs Main-Spessart-Halle

Main Echo, 29. März 2012

Bravouröser Auftritt: Das Symphonische Blasorchester brilliert mit Gastsolist Joachim Pfannschmidt beim Auftritt in der Sulzbacher Main-Spessart-Halle. Foto: Sylvia Breckl
Bravouröser Auftritt: Das Symphonische Blasorchester brilliert mit Gastsolist Joachim Pfannschmidt beim Auftritt in der Sulzbacher Main-Spessart-Halle. Foto: Sylvia Breckl

Sulzbach:  Etwa 500 Besucher wollten es am Sonntag wissen: Ist das Symphonische Blasorchester des Musikvereins Sulzbach wirklich so gut wie sein Ruf? Es war. Bravo-Rufe bis von den oberen Rängen in der mit vielen Ehrengästen besetzten Main-Spessart-Halle erntete nicht nur Hornsolist Joachim Pfannschmidt, der dem Sulzbacher Konzert als Gaststar des Hessischen Staatsorchesters Kassel einen besonderen Glanz verlieh.

Schon das in der Mittelklasse spielende Jugendblasorchester bewies mit dem bedeutungsschwanger vorgetragenen Charakter von Lorenzo Pusceddos Chantueri, dass es sein bei den Wertungsspielen 2011 verliehenes Prädikat »ausgezeichnet « alle Ehre macht. Die mehr als 35 konzentriert musizierenden Nachwuchsmusiker ließen bei der Ouvertüre von The Battle of Varlar von Rob Goorhuis einen satten Klangkörper erklingen: Trompeten und Posaunen kündeten von der bevorstehende Schlacht, welche 1454 bei Varlar geschlagen wurde. Auch das Kampfgetümmel und das Wehklagen der Verwundeten war lautmalerisch zu hören. Beim Siegeszug bliesen die Blechbläser unter der Leitung von Winfried Rehse mächtig in ihre Instrumente und herauskam ein prächtiger und festlicher Choral.

Zu Recht in der Oberstufe
Auch die knapp 50 Musiker des Symphonischen Blasorchesters bewiesen aufs Neue, dass sie mit jeglichem Repertoire in der Oberstufe spielen. Zu den Glanzstücken gehörte Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert Nr. 2 für Horn und Orchester in Es-Dur, bei dem Gastsolist Pfannschmidt wie erwartet den Ton angab und der alles im Blick behaltende Winfried Rehse seine Musiker immer genau dann loslegen ließ, wenn der Solist nicht im Vordergrund spielte.
Der 34-jährige Pfannschmidt stellte bei diesem eigens für Horn komponierten Mozartwerk auch das Ausdrucksspektrum seines Instrumentes unter Beweis: Mit der Stopftechnik, bei dem er mit der Hand in den Horntrichter griff, veränderte er die Tonhöhen ganz im Sinne Mozarts beliebig entgegen der herkömmlichen Spielweise.
Besonders genussvoll erklang dann auch das volksmusikalische Schlussrondo im Sechsachtel-Takt, bei dem Mozart die bekannte Jagdhorn-Motivik benutzt hatte. Eine humorvolle Komposition, virtuos gemeistert, sowohl von Solist als auch vom Symphonischen Blasorchester Sulzbach, das im Übrigen selbst mit sieben eigenen Hornspielern aufwarten kann. Diese erstrahlten beim letzten Musikjuwel an diesem Abend, dem Rendez-Vous de Chasse von Gioachino Rossini, gemeinsam mit Profimusiker Pfannschmidt in einem nie dagewesenen Glanz auf der Bühne.
Bevor das Orchester zu einem furiosen Jagdritt durch den Spessart ansetzte, standen unter anderem noch Alfred Reeds Second Suite for Band auf dem Programm, bei dem die Sulzbacher Blasmusiker keinerlei Probleme mit lateinamerikanischen Rhythmen wie Tango und Paso Doble zeigten.

Mal sanft, mal heroisch
Auch die Filmmusik aus dem Abenteuerfilm Indiana Jones nach einem Arrangement von Hans van der Heide, das vom Schwierigkeitsgrad ebenfalls her Oberstufenniveau hat, stand dem Symphonischen Blasorchester ausgesprochen gut. Mühelos wechselten sie unter der versierten Führung ihres taktstockvorgebenden Dirigenten von dynamischen zu sanften Melodien, von heroischen hin zu harmonischen Hauptthemen.
Der anerkennende und begeisterte Applaus von knapp einem halben Tausend Konzertbesucher bewies: Ja, so ein Konzert mit den Sulzbachern Blassymphonikern lohnt sich jedes Jahr aufs Neue.

Sylvia Breckl

Ein kluger Dirigent weiß: »Der Solist gibt den Ton an «

Blasmusik: Sulzbacher proben mit Joachim Pfannschmidt für Jahreskonzert am 25. März in der Main-Spessart-Halle

Main Echo, 15. März 2012

Das Symphonische Blasorchester Sulzbach unter Leitung von Winfried Rehse beim Proben. Foto: Sylvia Breckl
Das Symphonische Blasorchester Sulzbach unter Leitung von Winfried Rehse beim Proben. Foto: Sylvia Breckl

Sulzbach/Eschau-Hobbach  Hornist: »Versuchen wir das Ganze mal im Zweiachteltakt. « Dirigent: »So langsam? « Hornist: Nein, leiser, aber nicht langsam. « – Samstagnachmittag. Aus dem Pavillon des Schullandheims in Hobbach ertönt Mozarts Konzert Nr. 2 in Es-Dur für Horn und Orchester.

Das Symphonische Blasorchester und das Jugendblasorchester des Musikvereins Sulzbach proben mit Joachim Pfannschmidt, Gastsolist des Konzerts, das am 25. März über die Bühne der Main-Spessart-Halle geht. Zwei Wochenenden davor wird das Repertoire intensiv einstudiert. Am Vormittag waren die Registerproben, jetzt spielt das Orchester unter der Leitung von Winfried Rehse. Der weiß: »Der Solist hat immer Recht. « Seine rund 50 Musiker versucht er daher so zu lenken, dass sie den Hornsolisten nur begleiten. Gleichzeitig muss er als Dirigent wissen, bei welchen Passagen er das Orchester nicht ausbremsen darf – ein musikalischer Balanceakt.

Stelle mit Kuscheleffekt
»Mir ist da eine Stelle aufgefallen. « Auf der einen Seite knapp 50 zwar in der Oberstufe spielende, aber dennoch Freizeitmusiker, auf der anderen Joachim Pfannschmidt, Solo-Hornist am Kasseler Staatstheater. Der Profi hat den elegischen Mittelteil, das ruhevolle Andante nach dem einleitenden Allegro maestoso, unterbrochen. »Wir brauchen einen Farbwechsel: Es ist wie wenn man einen Berg hochsteigt und noch nicht weiß, was oben ist. « Der 34-Jährige bläst vor und erklärt dann: »Es ist im Jagdstück die einzige Stelle mit Kuscheleffekt. Den will ich haben. « »Mozarts Melodien sind eingängig und erscheinen so leicht. Aber dessen spezifischen Ausdruck und Klang spielerisch hinzubekommen, ist sehr schwierig. « Pfannschmidt weist auf bestimmte Regeln hin, in der Musik als Phrasierung bezeichnet: Lautstärke, Artikulation, Rhythmik und Pausensetzung müssen stimmen. Daran zeigt sich, ob ein Musiker sein Instrument wirklich beherrscht. »Die Spannung muss sich hinziehen. Wenn ich nicht spiele, müsst ihr loslegen, präzise und klar. Wenn ich spiele, müsst ihr euch zurückhalten. « Dieser Appell geht an die Altsaxofonisten und Klarinettisten.

Tippgeber und Mutmacher
Bereits am Vormittag haben die einzelnen Instrumentengruppen an Feinheiten gefeilt, was in der kompletten Besetzung nicht möglich wären. Annika Kluin, Elena Mühleck, Johannes Sommer und Markus Hein haben Joachim Pfannschmidt dabei schon kennengelernt. Einig sind sich die jungen Hornisten des Musikvereins, dass der Profimusiker ihnen viele gute Tipps gegeben und Mut gemacht hat, kräftig ins Horn zu blasen. Sie freuen sich auf das Konzert. »Das wird toll «, meint Markus, der einzige Schlagzeuger unter den Hornisten. Noch nie haben alle sieben Hornisten des Musikvereins zugleich auf der Bühne gestanden. »Jetzt sind wir total aus dem Rhythmus gekommen. « Diesmal unterbricht der Dirigent das Spiel. »Ihr müsst ohne Bruch und Tempoverlust drüber weg. « Musiker greifen wieder zu ihren Instrumenten. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren. Wenn Dirigent und Solist sich aufeinander einstimmen, kann das durchaus Konfliktpotenzial haben. Nicht so bei Rehse und Pfannschmidt. Die Musiker kennen sich von früher.

Konzert mit besonderer Note

Glänzen wollen die Sulzbacher Musiker bei ihrem großen Konzert am 25. März in der Main-Spessart-Halle mit Solohornist Joachim Pfannschmidt als Stargast. Foto: Sylvia Breckl
Glänzen wollen die Sulzbacher Musiker bei ihrem großen Konzert am 25. März in der Main-Spessart-Halle mit Solohornist Joachim Pfannschmidt als Stargast. Foto: Sylvia Breckl

Der Kontakt zum Musikverein Sulzbach kam durch Vereinsvorsitzenden Markus Rehse zustande. Beide sind fast gleichaltrig, Pfannschmidt ist Jahrgang 1977, Rehse 1975. Beide lernten sich 1992 beim C2-Lehrgang, einem Fortbildungsangebot des Nordbayerischen Musikbundes kennen. Beide musizierten sie mit Dirigent Winfried Rehse im Nordbayerischen Jugendblasorchester. Das war 1995. Über 15 Jahre später erinnerte sich Markus Rehse seines »alten Kollegen « und stieß bei der Internetrecherche auf das Staatstheater in Kassel. Für das große Jahreskonzert ist Markus Rehse immer auf der Suche nach etwas Besonderem. »Wir wollen dem Publikum, aber auch unseren Musikern etwas Neues bieten. « Joachim Pfannschmidt sagte sofort zu. Während es die Sulzbacher Musikanten als eine Art Geschenk betrachten, von einem Profi lernen zu können, ist es für den Solisten eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. »Früher konnte ich mir nie vorstellen, mit Streichern zu spielen. Ein Symphonisches Blasorchester, das war für mich das Größte. « Stunden später sind Solist und Dirigent zufrieden: »Immer wenn Bewegung ins Spiel kommt, wird es tänzerisch. Jetzt sind wir von Mozart gar nicht mehr so weit weg «, lobt Rehse. Joachim Pfannschmidt gibt zu, dass er als Solist durchaus seine Interpretation eines Werkes durchsetzen will. »Ich habe ganz klar meine eigenen Vorstellungen. « Und Winfried Rehse weiß, dass ein kluger Dirigent seinen Taktstock auch mal nachgibt: »Der Solist gibt den Ton an. «

Sylvia Breckl

Tolles Konzert nach Probenwochenende

Bayerische Blasmusik, März 2012

Das Schülerorchester ließ es unter Leitung von Andreas Fath krachen.Foto: Hermann Seitz
Das Schülerorchester ließ es unter Leitung von Andreas Fath krachen.Foto: Hermann Seitz

Ein Probewochenende hatten das Schülerorchester (SOS) und das Jugendblasorchester (JBO) des Musikvereins Edelweiß Sulzbach hinter sich, als sie zum Abschlusskonzert luden. In der Halle des Schullandheims Hobbach konnten sie unter Leitung von Andreas Fath und Winfried Rehse die Zuhörer vom Erfolg der Probearbeit überzeugen.
Eröffnet wurde das Konzert vom Schülerorchester Sulzbach mit dem „Driving-Test “, einem Solo-Stück für Schlagzeug von Luigi di Ghisallo. Adrian Bergmann konnte hier an den Drums zeigen, was in ihm steckt. Das Jugendblasorchester führte mit „The Battle of Varlar “ von Rob Goorhuis ein Werk auf, das als Pflichtstück für ein Wertungsspiel am 12. Mai in Unterpleichfeld bei Würzburg zum Einsatz kommen wird. Das SOS legte mit einer von Johnnie Vinson arrangierten Version des bekannten Songs „I ’m a Believer “ nach. Das Stück “Cityscapes ” von Jan de Haan ist eine Hommage an New York und wurde vom Jugendblasorchester vorgetragen. Mit dem Swing “Rock my Soul ” ließen es nun die Schüler wieder krachen. Mit dem Schlussstück “Chantueri ” von Lorenzo Pusceddu zeigte das JBO nochmals, auf welch hohem Niveau sie inzwischen spielen. Auch das Schülerorchester griff mit “Accidentally in Love ” (im Original von Adam F. Duritz, Arr. Michael Sweeney) nochmals auf Filmmusik aus dem Film „Shrek 2 “ zurück. Die Zuhörer dankten den Jugendlichen mit viel Applaus für ihr Konzert und forderten noch Zugaben.

Konzert des Schüler- und des Jugendblasorchesters

Main Echo, 01. Februar 2012

Sulzbach/Eschau-Hobbach  Ein anstrengendes Probewochenende mit ihren Dirigenten Andreas Fath und Winfried Rehse hatten das Schüler- (SOS) und das Jugendblasorchester (JBO) des Musikvereins Edelweiß hinter sich, als sie am Sonntagvormittag zum Abschlusskonzert baten. In der Halle des Schullandheims Hobbach überzeugten sie das Publikum vom Erfolg der aufwendigen Probearbeit.

Eröffnet wurde das Konzert vom Schülerorchester mit Driving-Test, einem Solostück für Schlagzeug von Luigi di Ghisallo. Adrian Bergmann zeigte am Schlagzeug, was in ihm steckt. Das Jugendblasorchester führte mit The Battle of Varlar von Rob Goorhuis ein Werk auf, das als Pflichtstück für das Wertungsspiel am 12. Mai in Unterpleichfeld bei Würzburg auf dem Programm steht. Das SOS legte mit I ’m a Believer nach. Erst vor kurzem erlebte der Song ein Revival im Film Shrek. Das Stück Cityscapes von Jan de Haan ist eine Hommage an New York. Musikalisch aufgegriffen wird auch der Lärm in den Straßen der Weltstadt. JBO-Dirigent Rehse wies vorsichtshalber darauf hin, dass Missklänge vom Komponisten vorgesehen waren. Mit dem Swing Rock my Soul ließ es das SOS wieder krachen. Mit »Wir rocken die Halle « kündigten die Kinder das Stück an und hielten, was sie versprochen hatten. Mit dem Schlussstück Chantueri von Lorenzo Pusceddu zeigte das JBO nochmals ein hohes Niveau. Das SOS wartete mit einem weiteren Werk auf und griff mit Accidentally in Love nochmals auf Musik aus dem Film Shrek 2 zurück.

red (der Artikel stammt im Original von Hermann Seitz, Anm. d. Webmasters)